Ich gestehe: Manchmal denke ich über den Verkauf einer Uhr nach Aber letztlich bringe ich es dann doch nicht über mich. Der Vorteil der Fluktuation ist natürlich die Abwechslung, der Nachteil ist, dass man keine über Jahre oder Jahrzehnte gewachsene Geschichte mit Uhren bekommt oder die berühmte Vintage aus Erstbesitz.
Das hat mir der 30 Jahre Rolex-Thread von Matthias mal wieder eindrucksvoll bewusst gemacht.

Ich habe Glück, meine Frau motzt nicht, wenn ich eine kaufe, aber wehe ich komme mit "bin am überlegen, die GMT oder die Milgauss zu verkaufen", dann kann ich mir was anhören "Spinnst du? Es werden keine Uhren verkauft!" Und ich bin froh drum, denn ich freue mich darauf, mit meinen Kronen meine Geschichte zu schreiben. Von Erfolgen und Rückschlägen von guten Zeiten oder Krisen, ganz egal. Deshalb gibt es die nächste Rolex auch nicht dann, wenn wieder genug Geld dafür übrig ist, sondern wenn es einen Anlass gibt: Geburt des eigenen Kindes, runder Geburtstag, Beförderung zum Geschäftsführer, Veröffentlichung des eigenen Romans, die erste selbstverdiente Millionen usw.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung, zu der ich nach einem knappen Jahr der Beschäftigung mit Rolex gekommen bin. Ich habe ziemlich schnell ziemlich viele Uhren gekauft (alles ist relativ) und die Gedanken kreisten (und kreisen immer noch viel zu oft) um die nächste Anschaffung. Der Suchtfaktor ist hier kein Geheimnis, aber ich sag euch was: Manchmal bin ich mir echt selber damit auf den Sack gegangen

Ich weiß aber auch, dass es ohne Kauf und Verkauf keine Szene gäbe, keine Päschen, keine Jagd nach dem Grail usw.
Also Jörg, nicht traurig sein, du bist Teil der Szene und tust, was getan werden muss