Beziehungen, Beziehungen, Beziehungen...
Damit steht und fällt in Japan alles.
Es dauert Jahre, bis man da mit einbezogen wird, und selbst dann braucht man die richtigen Verbindungen. Man wird vorgestellt, pflegt das Verhältnis, lädt ein, wird eingeladen, und zum richtigen Zeitpunkt (wichtig!) zieht man die Kamera raus.
Die Bilder sind vergangenes Wochenende bei einem religiösen Festival in Tokio entstanden, wo sich verschiedene Gruppen aus den Tokioter Stadtvierteln engagieren. Nach dem offiziellen Teil trifft man sich an mehr oder weniger diskreten Orten und macht Gruppenfotos zur Erinnerung.
In dem Fall ging es um die Tätowierungen, auf die sie (mit Recht) stolz sind. Und dann zeigt man die auch, vor allem, da es darum geht, dem Meister, der sie angefertigt hat, eine Ehre zu erweisen.
Ich bin selbst vollständig tätowiert, was immer ein guter "Icebreaker" ist.
Übrigens wissen die Jungs auch, dass die Bilder für ein ausländisches (Tätowier-)Magazin sind, und das geht vollkommen in Ordnung.
Ich nenne natürlich keine Namen (ausser des Tätowierers) und die älteren Herren auf den Bildern sind meist "im Ruhestand".