Original von PCS

Nee, im Ernst, ich weiß jetzt leider nicht mehr, wer es war, aber es hat
vor kurzer Zeit mal jemand erklärt.
Lieber Percy,
darf ich nochmal aushelfen:

Bei dem Kaliber 11 handelt es sich um ein Modulwerk, wobei als Basiswerk das sogenannte Büren Intramatic Kaliber verwendet wurde. Es handelte sich um ein vorhandenes Automatikwerk mit einem außermittigen Microrotor, welches bereits in den fünfziger Jahren entwickelt wurde. Für dieses vorhandene Werk wurde dann ein Chronomodul entwickelt, welches werkrückseitig (und nicht wie heute üblich zifferblattseitig) auf das Intramatic-Kaliber aufgesetzt wurde. Da aber durch die werkrückseitige Anordnung des Moduls die Achsen des Minuten- und Stundenzählers durch das Basiskaliber von Büren hindurchgeführt werden mussten, wurde eine Drehung des Intramatic-Kalibers um 180 ° erforderlich. Daher sitzt die Krone beim Kaliber 11 (und den Nachfolgekalibern 12 mit höherer Frequenz und 15 ohne Stundenzähler) auf der linken Seite. Die permanente Sekunde ging bei dieser Aktion bei den Kalibern 11 und 12 verloren.

Durch den Wegfall des Stundenzählers ist beim Kaliber 15 Platz für die permanente Sekunde geschaffen worden. Offenbar war aber nur eine asymmetrische Anordnung der Sekundenachse möglich. Das Datum wurde dann aus Gründen des Designs wahrscheinlich auch asymmetrisch angeordnet. Technisch wäre jede Lage des Datumsfensters auf dem Durchmesser der Datumsscheibe möglich gewesen.

Viele Grüße
Matthias