Kein konkretes Rezept, da Mengen pi mal Daumen, aber versuch mal folgendes:

Zutaten:
- Keule
- 1/2 l Portwein
- Wildgewürzmischung zum Mörsern (v.a. mit viel Wacholderbeeren) -> gibt's auf dem Markt oder auch bei Wildmetzger mal gratis
- Salz, Pfeffer
- 1-2 Becher halb geschlagene Sahne
- Suppengrün, frisch (Petersilie, Sellerie, Karotte)
- 2-3 Schalotten
- 2-3 Knoblauchzehen
- Kochkastanien (Maronen), vorgekocht
- Soßenlebkuchen
- ggf. 2-3 TL Speisestärke
- 300 ml Wildfond, 300 ml Gemüsebrühe

Die Keule salzen und pfeffern. Wichtig: Fleisch NICHT beizen -> verdirbt den Wildgeschmack!
Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Fleisch von allen Seiten scharf anbraten, dann aus der Pfanne nehmen
2. Fleisch gar nicht anbraten -> Garzeit verlängert sich, dafür ist die Fleischkonsistenz und auch der Geschmack mal ganz anders

Knoblauch, Schalotten und Suppengrün hacken und anbraten, Maronen nach Geschmack zufügen, mit dem Port ablöschen, etwas einkochen lassen, dann Wildfond und die halbe Brühe aufgießen, reichlich von dem Wildgewürz zugeben
Fleisch dazugeben und ab in den auf 150-170°C vorgeheizten Ofen geben. Garzeit richtet sich nach der Fleischmenge und dem gewünschten Gargrad. Bei Wahl von Methode 1 etwa 1-2 Stunden, bei 2. eher 2-2,5 Stunden.
Keule immer wieder mit der Soße übergießen, nach halber Garzeit wenden. Bei Flüssigkeitsverlust Brühe nachgießen.
Nach Erreichen der Garstufe Fleisch rausnehmen, in Alufolie wickeln und in den AUSGESCHALTETEN Ofen legen. KEINESFALLS anschneiden, um den Gargrad zu prüfen, sonst ist der Saft weg!
Soße auf dem Herd fertig kochen: geriebenen Lebkuchen dazu, dann die ganze Geschichte mit dem Pürierstab zermatschen. Sahne dazu, aufkochen, abschmecken. Wenn Soße zu dünn -> geschüttelte Mischung auf Stärke und etwas Wasser portionsweise unter Rühren hinzugeben, noch mal aufkochen.
Fleisch unmittelbar vor dem Servieren anschneiden, anrichten und dann die Soße dazugeben. Als Beilage Spätzle, Kräuterknödel, böhmische Hefeknödel oder auch Kartoffelklöße servieren. Preiselbeeren können auch noch gereicht werden, sind aber m.E. nicht mehr nötig.

Kam bisher immer super an! Als Weinempfehlung rate ich zu einem kräftigen Roten, z.B. Amarone, reifer Bordeaux, aulstralischer Shiraz/Cabernet oder auch ein kräftiger Brunello. So, jetzt habe ich echt noch mal Hunger bekommen...
Als Alternative kann ich nur Wildschweinfilet noch empfehlen - ist nach spätestens 45 Minuten gar und superzart!!!

Viel Spaß beim Nachkochen - Feedback erwünscht!

Frohes Fest!