Hier noch ein paar weitere Aspekte zum Fall: Was ein "hole in one" ist wurde ja bereits besprochen. Dafür muß in vielen Clubs derjenige, der es geschlagen hat, eine Runde im Clubhaus ausgeben, und mit Selters ist es da meist nicht getan. Deshalb beinhalten die Versicherungen, die man im Rahmen seiner Mitgliedschaft abschließt (Haftpflicht, etc) gelegentlich auch eine Deckung für eben diesen Fall, also um die Zeche oder zumindest einen Teil davon zu bezahlen.

Im Gegensatz dazu wird bei Turnieren oft ein Preis für ein "hole in one" ausgesetzt, und der richtet sich nicht nur nach der Spielstärke der Teilnehmer (Amateure, Semi-Pros, Professionals). Es kann der Preis z.B. an den ersten Spieler gehen, der an irgendeinem Loch ein "hole in one" schlägt, an den ersten, der an einem bestimmten, vorher festgelegten Loch Erfolg hat, oder auch an jeden Spieler, der im Verlauf des Turniers ein "hole in one" erzielt.

Ich habe schon Turniere erlebt, wo zwei Mercedes E-Klasse ausbezahlt werden mußten.

Während die Variante mit dem Schampus im Clubhaus eher ein Sales-Gimmick der Versicherung ist, ist die zweite Version "real business". Es lassen sich dafür recht gut Wahrscheinlichkeiten errechnen und für den Ausrichter des Turniers die Kosten abschätzen. Je nach Finanzstärke und Risikoaffinität wird er sich u.U. dann auch dagegen versichern.

Nach diesem kleinen Exkurs zurück zur Uhr: Ob sie echt ist und ihr Geld wert, ich kann es nicht beurteilen. Ich glaube allerdings auch nicht an diese Geschichte. Erstens: Wenn der Gewinn schon personalisiert wird, dann würde die Gravur nicht nur auf "hole in one" lauten sondern auch den Namen des Turniers und das Datum beinhalten, sehr wahrscheinlich auch den Namen dessen, der den Preis errungen hat. Warum sollte die Uhr zweimal zum Juwelier? Zweitens, es besteht ja auch die Möglichkeit, daß der Preis gar nicht ausgegeben werden muß. Warum also die Uhr vorher mit einer Gravur verschandeln, die niemandem etwas bedeutet?