Gut gemacht wäre es, wenn zum Beispiel die Flankenflächen ebenso" eben "wären wie die Originalflächen,nur halt ohne die Kratzer,Dellen und Macken.Das ist definitiv nicht der Fall.Anhand der Lichtreflektion sieht man deutlich die erhebliche Verrundung,die auf einen exzessiven Einsatz der Schwabbelscheibe schliessen lässt.Auch eine scharf definierte Fase kann ich nicht erkennen.Das passiert nicht,wenn man das Gehäuse mit Schmiergellatten "formt" und nicht mit der Schwabbelscheibe.Das Ziel ist eine kontrollierte Abtragung von Material,damit das Gehäuse seine ursprüngliche Form beibehält und hinterher so "daherkommt" wie vorher nur ohne die Beschädigungen.Das ist NUR durch gekonntes Schleifen machbar.Eine Schwabbelscheibe ausgiebig eingesetzt nimmt natürlich auch Material ab,sogar jede Menge,nur nicht da wo es erwünscht ist,sondern an den Ecken und Kanten,also da wo die grössten Kräfte walten.Daher die ausgiebigen Verrundungen.Die Schwabelscheibe kommt nur ganz am Schluss des Procederes zum Einsatz,wenn man mit dem feinsten Schmirgelpapier nass schon eine hochfeine, an sich schon sehr glatte Oberfläche geschaffen hat.Und dann dauert der Einsatz höchstens 1-2 Minuten und man hat eine makellose, hochglänzende Oberfläche und die Form bleibt erhalten.Als mir das vor einiger Zeit ein Profi beibrachte,hatte ich auch so meine Hemmungen da mit dem aggressiven Schmiergelzeug ranzugehen, und dachte mir, warum macht der nicht alles mit der weichen,sanften Schwabbel? Aber als ich dann die Ergebnisse sah war ich überzeugt!Und seit mir ein Konziuhrmacher das Gehäuse meiner fast neuen 16600 ruiniert hat,mache ich es selbst.Kauft euch zum Üben ein paar alte Edelstahlgehäuse vom Flohmarkt,es müssen ja keine Rolexgehäuse sein, und übt es daran.Es ist wirklich gar nicht so schwer,und macht einen Riesenspaß! Also nochmals viel Erfolg und viel Freude an dem neu erstrahlten Gehäuse,nur Mut!!