Hm,

auch wenn Du´s nicht hören möchtest, aber ich glaube, es geht bei Rabatten so gut wie nie um das sich leisten können. Wenn jemand auf Rabatte angewiesen ist, um sich etwas leisten zu können, kann er es sich eigentlich nicht leisten. Aber als Banker/Betriebswirt habe ich folgende Einstellung:

-Mit seinem sauer verdienten Geld sollte man sorgsam umgehen.
-Leute, die am sorglosesten mit ihrem Geld umgehen, haben in Wirklichkeit gar keins.
-Mein Geschäftspartner muß mein Angebot nicht akzeptieren, genauso wenig wie ich seins akzeptieren muß.
-Mit Sicherheit tun Rabatte einem kleinen Wald- und Wiesenjuwelier weh, aber wie Terminator schon sagte, ein Geschäftsmann muß selber entscheiden, ob der Deal ihm das wert ist oder nicht.
-Es geht nicht darum zu feilschen, sondern lediglich um Barzahlerrabatt, oder wie auch immer man das nennen will.
-Auch ich muß es im tägllichen Geschäftsleben erleben, daß mich jemand im Preis drücken will, aber das ist in einer Marktwirtschaft (auch in einer sozialen) nun mal so.
-Gott sei Dank leben wir in einem System flexibler Preise.
-Schon mal was vom Pigou-Effekt gehört?

Bei meinem Rolex-Sportmodell war mir von vornherein klar, dass Rabatt allerhöchstens mit entwürdigendem Feilschen drin wäre, daher habe ichs gar nicht erst versucht und gezahlt, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich denke, es ist immer wichtig, daß man sich hinterher in die Augen schauen kann, und was ist falsch daran, wenn sich der Kunde über ein Prozente freuen kann, und der Juwelier über einen etwas schmaleren aber immer noch ausreichenden Ertrag?

Gruß

Seal