Ich denke Rolex beabsichtigt durch die Art der betriebenen Public Relations, dass (potentielle) Kunden eine Zugehoerigkeit empfinden sollen zu Gruppen und Individuen mit herrausragender Persoenlichkeit(en).

Der Strahlenkranz von unerschrockenen Hoehlen- und Tiefseeforschern, von "Lenkern" (egal ob es sich um Jets, Boliden oder Enterprises handelt) von Erfolgsmenschen aus Sport und Kunst soll auch auf die Rolexkunden scheinen, die einfach nur das gleiche Uhrenmodell tragen.

Identifikation ist das Zauberwort: "sich selbst an die Stelle der Figur setzen" (Wikipedia).

Kein Buch, kein Film kann imho heute erfolgreich sein, wenn er nicht einer Masse von Lesern/Zuschauern Identifikationen erlaubt, die positiv erlebt bzw. empfunden werden.

Das ist ja das schoene an den ironisch inszenierten Bond-Filmen, die Unverfaenglichkeit der Identifikation mit den ueberzeichneten Charakteren.

Und genau da beginnt das Problem mit den Militaer-Uhren.

Man kann versuchen das drahtig durchzuformulieren, soldatische Tugenden in den Vordergrund stellen. Trotzdem beinhaltet die Figur des "Kriegers" immer auch die Option und das Faktum der Gewaltausuebung ueber andere. Das laesst sich nicht trennen.
Fuer mich sind das deshalb problematische Identifikationen - auch oder gerade wenn man diese Mechanismen nicht ganz zu Ende denkt.

Aber vielleicht schaue ich nur zuviel Guido Knopp Dokus