Um die Eingangsfrage zu beantworten: Crash !

Wer nichts hat, hat auch nichts zu verlieren. Und bei den Reichen bleibt immer noch genug übrig. Onkel Warren aus Nebraska steigt ja schon wieder kräftig ein...

Und auch wenn ich mich sonst von solchen Diskussionen in Foren zurückhalte:

Das alles stellt sich für mich dar als Analogon zu einer Chemotherapie für einen krebskranken Körper. Nach bald 10 Jahren Tätigkeit in der Onkologie weiß ich wenigstens diesbezüglich, wovon ich schreibe.
Exponentielles Wachstum (eines Tumors / eines Finanzmarktes) führt irgendwann - absehbar - zum Kollaps des Wirtsorganismus (= des Körpers / des Weltwirtschaftssystems).

Irgendwie ist es doch - bei allem Schrecken - gut, dass der Mensch in seiner ewigen Gier solche meines Erachtens selbstheilenden Kräfte entfacht. Die Reaktionen fallen nun eben wegen globaler Vernetzung heftiger aus.
Bedenkt aber bitte alle, dass es sich hier allein um vom Menschen selbst verursachte Turbulenzen handelt und nicht etwa um höhere Gewalt!

Das wollte ich mir schon seit Jahren von der Seele schreiben.
Der Mensch als solcher ist mE nicht nur in diesem Bereich nicht aus freien Stücken lernfähig. Er braucht Druck, Mutlosigkeit und die Kraft der Verzweiflung, um sein Feld neu bestellen zu können. Dann hält das wieder (vielleicht) ein paar Jährchen.

Ach ja: Wer spricht derzeit von:
BSE?
Sudan?
Klima?
Umweltzonen?
Krise des Gesundheitswesens?

(to be continued)