Original von NicoH
Marinieren gibt einem Stück Fleisch oder Fisch einen neuen Geschmack. Es kommt also etwas dazu, was natürlicherweise nicht dazu gehört.

So habe ich auch Ulrichs Spruch verstanden, vor allem im Zusammenhang mit "lieblich". Um "lieblich und mariniert" vielleicht in einem Wort zusammenzufassen, könnte man "verspielt" sagen.

Also verspielt und klobig. Macht, wenn man sich die D-Uhren anschaut, auch Sinn: Schön verziertes Werk mit Gimmicks wie personalisierten Gravuren (lieblich und mariniert), aber in einem 42mm-Gehäuse beachtlicher Höhe (klobig).

Na?
Ich vermute mal, daß mit mariniert gemeint ist, daß es sich bei Dornblüth optisch um die x-fache Kopie der klassischen Marine-Chronometer vom ZB-Design handelt.

Sofern dies gemeint ist, stört es mich auch, daß Dornblüth kein eigenes Gesicht von vorne hat, sondern leider nur von der Rückseite her (Werk, bevor andere hier wieder anregende Vorstellungen bekommen ).

Leider ein Grundproblem, aber eine sichere, nahezu risikolose Strategie in Sachen ZB-Design, denn Bewährtes verkauft sich gut, siehe Stowa oder Chronoswiss.

Was mich an Dornblüth ebenso stört sind der krasse Gegensatz zwischen hochveredeltem Werk und zugekauften Standardgehäusen, Kronen und v.a. Faltschließen.

Bei Schmeltzer in Dusiburg liegt eine Dornblüth übrigens rum, ist meine ich eine 99.1.

Gruß Thorsten