ok jetzt fast 24 Stunden später, BIN IMMER NOCH CLEAN !

All die positiv beschriebenen Effekte setzen bereits ein (Geruchs- und Geschmackssinn nimmt zu, morgentliches Husten bereits fast weg, Verdauung funktioniert auch ohne Zigarette usw.)

Aber...

ich merke sehr deutlich was der Stoff angerichtet haben muss in meinem Körper/Gehirn. Habe ganz klare sehr massive Entzugserscheinungen oder Begleiterscheinungen beim sich Normalisieren des Körpers.

- fast permanetes Hungergefühl
- ich merke, dass der Körper sich nach der Droge- notfalls auch nur nach dem Geruch derselben sehnt. Sich sehnt... Nein, er schreit förmlich innerlich danach.
- Starkes Bedürfnis nach Kaffee (nein es gibt nur Roibuschtee!!!)
- Starke Unruhe (Schreibtischarbeit Gutachtenerstellung dieser Tage nicht dran zu denken), Außendiensttermine mit vielen Mandanten Gesprächen hingegen helfen. Überhaupt muss möglichst vile am Tageablauf verändert werden.

Anders als vielleicht bei anderen Aussteigern - kamen diese Symptome (wenn vielleicht auch subjektiv) wie gesagt erst massiv jetzt nach einigen Tagen. Ich muss dazu schreiben, dass ich Hardcore Raucher war. Angefangen erst durch den Job mit Mitte 20 (bin jetzt 37), davor nur zu Partys bzw. Sylvester (vielleicht 5 Zigaretten im Jahr) dann relativ schnell hoch auf 1 bis 3 Schachteln täglich (je nach Tagesablauf und berufl. Terminen) manchmal wenn die Schachteln leer waren dann noch Zigaretten oder Zigarillos egal welcher Marke von Kollegen, Mitarbeitern o. a. geschnort - teilweise bei berufl. Veranstaltungen / Terminen Zigaretten von wild fremden Menschen geschnort. Im ICE selbst nach dem Rauchverbot regelmäßig mit Junky-Kollegen im Abteil geraucht - Einer hat Schmiere gestanden (Wohlgemerkt Alles erwachsene Leute: Juristen Steuerberater usw.die sich oft vorher nicht einmal kannten und nur über den Stoff zusammen kamen) Zum Aufhören hatte ich mir ständig Etapenziele gesteckt - Nur wie das so ist im berufl. Leben, Du hast ein Ziel erreicht oder nicht erreicht - es kommen neue Ziele und Du verlagerst den Zeitpunkt des Aufhörens dann halt auf ein neues Ziel...

Nach massiver Bronchitis Röntgen etc. sagte mir ein Fachharzt für Lungenheilkunde vor ca 2 jahren bereits, man sähe bereits deutlich Spuren des Rauchens. Zwar keine Schatten oder andere Auffälligkeiten, aber eine deutlich in ihrem Volumen vergrößerte Lunge (Faßlunge bzw. Lüngenüberblähung) liegt daran, dass die Lunge die durch verklebte Lungenbläschen verkleinerte Fläche ausgleicht um Blutsauerstoffgehalt sicher zu stellen. Ok dachte ich mir zumindest keine "Schatten" und weiter gings.

Egal was kommt: Für mich nie wieder eine Zigarette egal wie brutal es noch kommt (und es ist brutal bereits jetzt)

Gruss

Prüfer