Einfach so...

Üblicherweise koche ich ja nur größer auf, wenn wir Gäste haben. Warum eigentlich? Es geht doch auch so....

Ein kleiner (350 gr.) Wolfsbarsch...


Aus dem werden 2 Filets geschnitten, die zugegebenermaßen recht klein erscheinen:


Dementsprechend bleibt viel Fleisch am Gerät (nettes Wortspiel):


Hier ein paar Zutaten (Lauch, Fenchel, Petersilie, Tomaten, kleingehackte(r) Sellerie und Karotten, Thymian, Lorbeerblätter und Pfefferkörner). Der geneigte Gourmet weiß schon, worauf das rausläuft...


Die Fisch“reste“ werden mit dem Beil grob zerkleinert und in reichlich Olivenöl etwas angebraten:


Das Gemüse kurz dazu geben:


Jetzt wird’s lustig: 300 ml Noilly Prat und gut eine halbe Flasche trockenen Weißwein dazu (den Rest vom Wein gibt’s zum Essen):


Das ganze sieht dann so aus:


Jetzt Hummerfond dazu, das Ganze für 90 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen. Ich habe noch ein doppelt konzentriertes Tomatenmark zugefügt (1 kl. Dose, nicht abgebildet):


Zum Nachtisch: den habe ich hier schon mal gepostet, aber weil’s so schön ist: Schokolade, Butter, Zucker.....


Schön schmelzen lassen, dann Ei und Mehl dazu:


...und rein in die Förmchen und gefrieren lassen.


Speckbohnen:


So, jetzt für alle Carnivoren: Simmentaler Entrecôte, schon vakuumiert:


Bestens marmoriert:


Das Steak kommt erstmal ins Wasserbad bei 57°C für eine ungewisse Zeit....


Das Süppchen sieht nach 90 Minuten in etwa so aus:


Die soliden Anteile werden abgeseiht und verworfen.

Ein paar Riesengarnelen:


Ein Kaisergranat. Der wandert in die Suppe für ca. 10 Minuten.


So, jetzt geht’s los. Bruschetta und Champagner für die Einstimmung:


Neben dem hautlosen Wolfsbarschfilet habe ich noch etwas Biodoradenfilet mit Haut übrig, beides brate ich in Butter und würze nur mit Salz und Pfeffer:

Das Ganze in einem tiefen Teller anrichten:


Die Garnelen entdarmen und halbieren, dann in der Butter braten:


Und jetzt anrichten: Garnele auf das Filet und mit dem Kaisergranat garnieren:


Et voilá: Bouillabaisse á Lordbre:


Der Hauptgang verlangt nach einer ULTRAheißen Pfanne. Das Öl muss rauchen:


Nachdem das Fleisch ja schon in Bad sous-vide gegart wurde, reicht ein kurzer Kontakt mit dem Eisen:


Entrecôte mit Kartoffeln, Kräuterjoghurt und Speckbohnen


F L E I S C H


Und hier der Anschnitt: ultrazart und saftig!!! Lecker


So, dazu noch ein guter Tropfen. Zum Fleisch gehört ein Barolo. Wie im Rotweinthread zu lesen ist, trinken die meisten von euch ihren Barolo viel zu früh. Dieser hier hat 29 Jahre auf dem Buckel:


Die Farbe zeigt, dass der Wein noch in absolut bestem Zustand ist und so schmeckte er auch!!!


Der absolute Hammer des Abends war aber die Suppe. Meine Frau wollte sich mit dem Gedanken an eine Fischsuppe nicht so recht anfreunden, fand sie aber auch überaus köstlich. Die Nachspeise haben wir leider nicht mehr geschafft, weil wir satt waren... Es eilt ja zum Glück nicht!!!!

Danke für die Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal!!!