War unterhaltsam und schauspielerisch durchaus glaubhaft. Meret Becker ist mir auf Anhieb nicht übermäßig sympathisch (wobei ich sie nicht persönlich kenne), aber sie kann was. Mark Waschke finde ich in seiner Rolle richtig gut. Bei der Szene am Anfang mit der Überwachungskamera blieb wohl dem einen oder anderen Tatort-Oldie die Bierbrezel im Hals stecken. Und die souveräne Reaktion beider Charaktere auf die Häme der Kollegen war ebenfalls klasse.
Auch sonst teilweise ganz schön hart; da soll wohl das "echte" Berlin durchkommen.
Persönlich war es mir dieses Mal ein bisschen zu viel im Westteil der Stadt angesiedelt;-)

Was mich nervt sind die immer komplizierteren Rahmenhandlungen mit Verweisen auf die Vergangenheit. Bei ein bis zwei Folgen pro Jahr kommt da doch kein Mensch mehr mit. Da wäre es dann sinnvoller - nach US-Vorbild - mehrere Folgen hintereinander abzudrehen und dann auch so auszustrahlen. Aber dann wird es mit der Aktualität der Themen und regional fairen Verteilung (die von den Tatort-Machern dogmatisch geliebt wird) wieder schwieriger.