Dresswatch ist ... Neudeutsch. Einfach Uhr zum Anzug.

Es gibt Anzüge und Anzüge. Grober Stoff mit Karomuster oder unifarben bzw. Nadelstreifen. Wer solch einen eleganten Anzug trägt, wird auch wissen, oder sollte es, dass man nicht den Emporkömmling mit einer Riesenuhr vormacht, sondern eher eine feine Uhr mit kleinerm Durchmesser bis etwa 4 cm Durchmesser höchstens trägt. Zum groben passt auch die grobe Uhr. Dabei kommt es wenig auf die Marke an, und Quarz geht ebenso elegant wie Mechanik. Man ist hier Träger, nicht Sammler...

Bankbeamte (...) hinter dem Schalter hatten in der Schweiz jahrelang unten Jeans, weil man die nicht sah. Oben waren sie elegant, weil sie langfristig Kravatte und Veston in der Bank einlagerten, aber nicht unbedingt sauber. Die hatten dann sehr oft eine unpassende Uhr am Handgelenk... Heute sieht man das kaum mehr.

Kaum einer gibt's zu, aber viele tun es neuerdings trotzdem: Auf Kleider achten bei Geschäftspartnern. Als Visitenkarte sozusagen. Wer seine Hemdentasche mit einem Handy ausstopft, kommt schlecht weg. Und wer mit einer grossen Uhr auffallen will, tut dies: negativ.

In der Freizeit sieht's natürlich anders aus.