Mein etwas provokanter Post, daß Kinder Hunde eher selten beißen, bezog sich auf Paddies Anmerkung zuvor:

Original von paddy
Wenn ich das alles so lese fällt mir nur eines ein: Hundeführerschein.
Für jedem Scheißdr*** muss man sich in D qualifizieren. Nur nicht für die artgerechte Hundehaltung.

Und wenn ich wie gestern so manche Bälger erlebe scheint offenbar auch vielen Eltern die Qualifikation zur Kindererziehung zu fehlen ...
Daß Eltern Kinder raten sollten auf fremde Hunde nur vorsichtig, wenn überhaupt zuzugehen, versteht sich von selbst.

Aber das ist ja immer der Einwand, der kommt, wenn das Opfer im Falle des Unfalls zum Mitverursacher erklärt wird, wenn vergewaltigten Frauen ihre provokante Bekleidung oder ihr Verhalten in der Öffentlichkeit vorgeworfen wird, wenn sich von Hunden angefallene Jogger gegen den Vorwurf sich einem Hund in provozierend schneller Form genähert zu haben, wehren müssen, wenn Kinder durch ihr Verhalten auf einer Wiese spielend die Beißattacke regelrecht provoziert haben.

Wie oft habe ich schon kribbelig in Biergärten gesessen und angstvoll am Stuhlbein mit lässig, schlabberig, geschlauften Knoten angeleinte Großhunde nicht aus den Augen lassen wollen, weil meine kleinen Drillinge laut jubelnd auf dem Gelände unterwegs waren.

Es ****t mich einfach nur an, wenn Hundebesitzer gerade in solchen Situationen auf die freie Entfaltung der Persönlichkeitsrechte ihrer Hunde pochen und darauf bestehen ihnen die Zumutung zu ersparen einen Maulkorb tragen zu müssen. Da ist mir durch die Verkrampfung beim Aufpassen schon so mancher schöner Sonntagnachmittag verdorben worden.

Hunde sind ihrem Herrchen natürlich vorher noch nicht durch Beißattacken aufgefallen. Die Hunde, die dieses Erstemal hinter sich gebracht haben sind ja auch aus dem Verkehr. Blöd ist halt nur, wenn meine Kinder dieses erste Mal sind - dann ist mir auch egal, daß der Hundebesitzer bis dahin davon überzeugt war, daß sein Hund ein gaaanz tooolll Braver ist.

Bevor Pittbulls, Staffordshire-Terrier und ähnliche in der Loddel- und Aso-Szene zum hippen Accessoir wurden, waren es eigentlich vorzugsweise Deutsche Schäferhunde, die durch teilweise tödliche Beißattacken regelmäßig in die Schlagzeilen gerieten. Dobermänner und Rottweiler waren ganz vorne mit dabei. Daß diese Rassen kaum in der vor einiger Zeit aktuellen und typisch von der Presse und diesen Schnellschuss-Politikern abgearbeiteten Diskussion berücksichtigt wurden war mir schon immer ein Rätsel.

Soviel zum Bemühen um Objektivität.

Andrerseits neigt man ja schnell zu Vorverurteilungen, wenn ein Unbekannter diversen Stereotypen entspricht. Es ist aber oft auch spannend zu überprüfen, ob das Bild, das man sich aufgrund dieser Beobachtungen gemacht hat, der Wirklichkeit entspricht.

Ich sags ganz ehrlich - ich würde Ugur gerne mal kennenlernen - derAvatar - die Signatur - ein Bullterrier - ein Staffordshire - Mein ganzer Stolz - ...