Hallo,

Aber bitte beim Kauf auch den Werkzustand genau im Auge behalten und sich nicht nur vom äusseren Anschein blenden lassen.

Beim Ankauf einer sooo alten Krone sollte man unbedingt gerade auch darauf Wert legen, denn die Erstzteillage bei diesen uralten Kalibern ist teilweise doch hundsmiserabel.

Fragt mal an welches Kaliber verbaut ist und dann mit der Info bei Rolex anrufen und sich nach der Ersatzteillage für das genannte Kaliber erkunden .

Bei meiner DJ 6605 riet man mir auf meine Anfrage hin diese Uhr bitte nur am WE und in der Freizeit zu tragen wegen der schlechten Erstzteilversorgung (Kaliber 1066 M).

Ich will hier keinem die Vorfreude verderben, nur ein kleiner Rat, der viel Ärger erparen kann. Besonders wichtig ist es auch sich den Gehäusemittelteil anzusehen, speziell im Bereich des Dichtsitzes sollte man genau auf Rostspuren achten, welche auf einen früheren Wasserschaden hindeuten und ebenso auch das Werk daraufhin inspizieren.

Ausserdem ist auf evtl vorhandene Uhrmacherzeichen im Boden zu achten, das lässt Rückschlüsse auf erfolgte Revis zu. Ausserdem sind verkratzte Werkoberflächen zu beachten, verhunzte Schraubenköpfe lassen auch eher auf eine Bearbeitung durch "Grobmotoriker" schliessen. Es gibt nix Schlimmeres als eine Uhr zu kaufen, die zwar optisch schön ist, aber deren technischer Zusatand als vergurkt zu bezeichnen ist.

Beim Aufziehen der Uhr von Hand sollte darauf geachtet werden, ob der Aufzug nicht zu schwergängig ist und ob sie schnell anläuft oder ob es vieler Umdrehungen bedarf bis sie losmarschiert. Läuft sie nicht an, oder erst nach dem man sie kräftig geschüttelt hat, so ist i.d.R. eine Revi bald fällig.

Ein wichtiger Indikator ist auch die Gängigkeit des Zeigerstelltriebes, da kann man gute Rückschlüsse auf den Zustand desselbigen stellen. Geht er sehr schwer beteht Handlungsbedarf.

So jetzt genug davon: Viel Glück und ein frohes Halali zu eröffneten Jagd.

Gruss an alle rolexianer und uhrenfreunde

Walti

In Memoriam:Wastel,3.3.93-13.12.04