Privatfernsehen funktioniert nunmal nur als Boulevard. Da jede Sendung sich aus der in ihrem Zeitraum ausgestrahlten Werbung finanzieren muß, werden für jede Tageszeit Sendungen für diejenigen konzipiert, die um diese Zeit gucken. Deshalb z.B. auch die Trickfilme für Kinder Samstags um sieben.

Gerichtsshows haben eine lange Tradition: Öffentliche Hinrichtungen waren von der Antike übers Mittelalter bis in die Neuzeit in Mode.
Im Kino ist der Gerichtsfilm ein klassisches Genre. Man denke nur an "die zwölf Geschworenen" oder "Zeugin der Anklage" oder auch neueres wie "Die Firma". Und nach den Anfängen ums "Königlich Bayerische Amtsgericht" jetzt die Gerichtsshows am Nachmittag, zugegeben in anderer Qualität.

Bei Vermutungen darüber, wer das schaut, kann man übrigens schnell daneben liegen. Es gibt nach allen Erkenntnissen der Branche keine "intelligenten" und "unintelligenten" Zuschauer. Auch Spiegelleser lesen Pornos oder beim Friseur Gala oder Bunte. Das ist wie mit McDonalds: Da geht auch keiner hin; von den restlichen drei bis vier leben die aber ganz gut:

Rainhard