Original von Mawal
Lange Uhren sind uhrmacherische Leistungen ersten Ranges in toller Fertigungsqualität...das ist vollkommen unbestreitbar!


Nur ich finde:

1. Die Uhren sind unsexy...weil häßlich
2. Die Marke ist unsexy...weil revitalisierte Retortenmarke
Also die Geschmäcker sind sehr verschieden.
Mir z.B. gefallen die vielgelobten DD oder DJ Modelle aus dem R auch nicht.
Die 16610 LV ist für mich eine geschmackliche Entgleisung.

Aber ist deswegn die Marke Rolex schlecht?
Bei Lange ist mir die 1815 zu klein, und andere Modelle sind mir zu überladen.

Sehr viele Uhrenliebhaber lecken sich die Finger nach einer PP Nautilus.
Ich z.B. kann ihr nichts abgewinnen.

Was ich also in diesem Zusammenhang sagen will, man selbst ist mit seinem
Geschmack nicht immer unbedingt der nabel der Welt, andere Menschen
sehen das oft anders.


Zur revitalisierten Marke.

Alle Hersteller im Uhrensegment verkaufen Emotionen und Geschichten.
Die Ware "Uhr" kalkuliert sich nicht über die Herstellkosten sondern über
die Marketuinggeschichte dahinter.

Je perfekter und besser die geschichte hinter der Mareke/Uhr ist
desto höher ist die nachfrage und der preis.

Breitling setzt auf Pioten.
Omega mit der Speedy schlachtet die Raumfahrt bis zum Erbrechen aus.
Bei der Seamaster haben sie sich bei James Bond eingekauft.
Und Rolex ist die Mutter aller marketinguhren, als Stichwort sei
da nur "Ärmelkanal, Mount Everest und Mariannengraben" genannt.

Rein vom Zeitmessgedanken ist ja jede Quarzuhr besser, aber aufgrund des
Marketings kaufen wir Legenden, und deswegen geben wir auch
viel geld für diesen Spleen aus.

Sogesehen ist jede Uhr ein Marketingprodukt, natürlich auch die
Uhren aus dem Hause A. Lange und Söhne.