Zitat Zitat von Stenius Beitrag anzeigen
Es wurde hier ja schon der soziologische Ansatz bemüht. Ich möchte diesen noch einmal aufgreifen und exemplarische meine Situation im Vergleich zu der meines Schwagers schildern:

Ich sammle gewisse Dinge als Spaß an der Freude, er komplettiert bzw. ergänzt einfach nur seine Garderobe. Ich stecke viel Zeit in meine Sammelleidenschaften, er hingegen arbeitet sich 12-15 Stunden am Tag in der Kanzlei den Hintern ab und hat schlicht keine Zeit dafür, aktive Sammelhobbys zu pflegen. Familie hat er im Gegensatz zu mir ja auch noch. Uns beiden tut eine Uhr im höheren 4-stelligen Preisbereich nicht weh, ihm aber noch sehr viel weniger als mir. Gemessen an seinem Stundensatz würde er nichts dabei sparen, wenn er sich erstmal ins Game einarbeiten und andere Umstände auf sich nehmen würde, um gegenüber den CPO-Preisen dann ein paar tausend € zu sparen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten, aus welchen völlig unterschiedliche Anforderungen hervorgehen. Und das betrifft dann eben auch den Kauf von Waren und Dienstleistungen. Noch deutlicher wird's, wenn's um andere Artikel mit noch größeren Preisdiskrepanzen geht: Wenn er eine Lederjacke braucht, geht er wie gewohnt bei nächster Gelegenheit beim Engelhorn vorbei und kauft sich dort EINE Belstaff zum Listenpreis von 1400€. Ich hingegen kenne den Markt und die Gegebenheiten in- aus auswendig und treffe mich an irgendwelchen Bahnhöfen mit irgendwelchen Leuten, um mir die Belstaff für rund 500€ zu meinen anderen zu hängen. Ist einer von uns beiden nun dumm? Ich denke nicht.
Diesen guten und verständlichen Vergleich hat diese Diskussion gebraucht, danke. 👍🏻