Ne Bild von vorher wäre schön gewesen als vergleich
Ergebnis 1 bis 10 von 10
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Gestern, 14:40 #1
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Satin Finish Rolex Oyster Steel (Testreihe)
Konkordant zur Poliermittel Testreihe https://www.r-l-x.de/forum/showthrea...tel-Testreihe) beschäftige ich mich hier mit den satinierten Flächen, sodass ich nun endlich zu einem PERFEKTEN Ergebnis gekommen bin.
getestet wurden:
3 M Scotch Brite Schleifvlies
7467 rötlich -grob
7447 rotbraun -medium
7448 grau -fein
Garryson Garryflex Schleif-Block
Blau coarse 80
Grau medium 120
Braun fine 240
3 M Soft Pads
Medium bis Ultrafine
div. Schleifpapiere Trocken/Nass
RAKSO Stahlwolle
0000 bis 00
div. Dental Schleifvlies Aufsätze für Proxxon etwa 2cm Durchmesser
und die Ultima Ratio
Bergeon 6085-E3
Gequält wurde wieder einmal zuerst altes Werkzeug und Besteck um das Schleifverhalten zu beurteilen. Dann das Armband meiner uralten Tissot Uhr und falls die Ergebnisse in Ordnung waren, durfte meine Rolex ran.
Wie immer wird mit Kapton alles abgeklebt, was nicht bearbeitet werden soll, man rutscht nur minimal leicht aus und dann steht man wieder ewig beim Polieren. (Die Krone sicherheitshalber auch überkleben).
Ruhe und Übung sind Freunde der Uhr. Schnell, schnell geht garnichts. Man beginnt immer mit dem feinsten und wird erst gröber, falls das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird.
3 M Scotch Brite Schleifvlies
Sehr schwierig damit zu arbeiten, exakt gerade Streifen sind schwer zu erreichen, da das Material selbst etwas Bewegung in sich hat. Jedoch unerlässlich wenn man mit der "Lazy Sue" Methode ein radiales Schleifbild auf der Gehäuse Rückseite wieder herstellen will.
Man nimmt ein Stück Vlies faltet es 2 Mal sodass es eher hart ist und hält es stabil an das rotierende Gehäuse. Grau ist die Farbe der Wahl, notfalls auch leicht gröber.
Alles abkleben was nicht betroffen sein soll, man rutscht leicht ab.
Garryson Garryflex Schleif-Block
Richtig toll für kurzes überarbeiten. Man kann den Block zurechtschneiden und relativ sauber gerade Schleiflinien ziehen. Die Körnung täuscht bei diesem Produkt, er ist feiner als Sandpapier. Grau und Braun sind hier die Mittel der Wahl.
3 M Soft Pads
Nur bei groben Kratzern, nimmt zuviel Material weg. Dadurch dass es auf Schaumstoff ist, kann man halbwegs gleichmäßigen Druck ausüben.
div. Schleifpapiere Trocken/Nass
nimmt zuviel Material weg, Finger weg
RAKSO Stahlwolle
völlig ungeeignet
Dental Schleifvlies
man bekommt damit einfach keine perfekt geraden Linien hin, dafür ist der Durchmesser zu klein
Bergeon 6085-E3 an einer Proxxon PM-100
Ich bin absolut begeistert! Warum hab ich das nicht schon früher besorgt? Absolut perfektes Ergebnis und überraschend einfach anzuwenden. Ich habs um etwa 50€ kaufen können.
Man hält das Band perfekt horizontal und arbeitet in leichten Zügen bzw. Hin- und Herbewegungen das Band auf und ab. Poliermaschine sollte nicht zuschnell eingestellt sein, etwa 2000 U/min gerne weniger. Keinesfalls einfach dranhalten, es kann sein das eine einzelen festere Faser im Vlies ist, die sich dann in das Metall arbeiten würde.
Und weil ich euch natürlich das Ergebnis nicht vorenthalten möchte, bin sehr zufrieden (dieses Aluminium bei den Macs und Apple Tastaturen ist Gift für die Schließe)
Von der Arbeits Reihenfolge her ist es: Uhr auseinanderbauen - Satinieren - Reinigen - Abkleben (die Oberseite reicht) - Polieren (die Laufrichtung muss so sein, dass die satinierten Flächen nicht poliert werden)- Reinigen (70% Isopropanol im Ultraschallreiniger, Nachher Spüli und Zahnbürste Curaprox 12460) - Freuen
Bei Fragen gerne einfach hier schreiben.Geändert von John Tree (Gestern um 14:42 Uhr)
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Gestern, 20:25 #2liebe grüße von der Küste Andre´
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Gestern, 22:15 #3
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leichte schrammen kreuz und quer ein paar „hot spots“ (also glänzende stellen), nichts wirklich tiefes. kennt doch eh jeder, nach einem halben jahr täglich tragen.
Geändert von John Tree (Gestern um 22:16 Uhr)
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Heute, 07:53 #4
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Danke für Deinen Bericht. Ich kann nicht beurteilen, wie nah das Ergebnis am Originalzustand ist, aber so für sich genommen sieht die Schließe sehr gut aus.
Dass das vermutlich keine 10x Tragen so bleibt, weißt Du vermutlich selbst.
Schöne Grüße
ThomasOffizieller Finisher der "r-l-x-Triathlon-Challenge 2020"- und "521 Tage im November - die Lockdown Streak Running Lauf-Challenge"
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Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendetwas gut ist.
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Heute, 08:12 #5
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Das sieht extrem gut aus, wow
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Heute, 09:25 #6
Ziemlicher Aufwand für eine Schließe, die ja eh wieder verkratzt. Hab dafür auch einfach mal'n Glitzi Schwamm genommen mit ähnlichem Ergebnis. OK, am Band war nicht allzuviel dran, aber oberflächliche Spuren bekommt man damit in ein paar Minuten weg. Vielleicht aber nix für den Perfektionisten oder den, der einfach Spaß hat an sowas
Herzlichst, Carsten
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Heute, 12:57 #7
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Interessant und danke für‘s Teilen. Mir persönlich ist das zuviel Aufwand ganz abgesehen davon, dass ich keinerlei Werkzeug dafür habe. Aber Dein Ergebnis ist perfekt
Viele Grüße
Ariane
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Heute, 16:22 #8
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Erinnere bei solchen DIY Sachen immer gerne an den Marc (MaggyPee).Schade das von den vielen,vielen Beiträgen von ihm und auch anderen die Bilder nicht mehr vorhanden sind.Stichwort Schleifblock aus der Beautyabteilung
Zu dem Thema hier sag ich mal gut gemacht.VG
Udo
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Heute, 18:53 #9
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Sieht sehr gut aus. Lob.
Der Absatz der Schliesse zwischen erhabenem Mittelteil und den Aussenflächen ist bei Neuuhren messerscharf. Wie fühlt sich Deine Absatzkante an?
Michael"Versuche nicht, ein erfolgreicher Mensch, sondern lieber, ein wertvoller Mensch zu werden." Albert Einstein
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Heute, 20:13 #10
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Themenstarter
Dadurch, dass das Rad sich senkrecht dreht und ich auch bei der Schließe etwas anders geführt habe (die Seitenteile seperat) und wie gesagt, dieses Rad irgendwie auch kein Material abnimmt, ist die Kante noch ganz scharf. Aber ich würde zukünftig an dieser Stelle, so auch bei den SEL zuerst die Mitte machen, dann abkleben und dann die Ränder.
Das das ganze völlig irrational ist ist mir durchaus bewusst, überhaupt irgendwas an dieser Uhr selbst zu machen, ach quatsch, überhaupt diese Uhr zu besitzen.
Aber mir machts halt Freude, weil ich sowieso gerne poliere und mich nicht nur an Uhren Kratzer stören.
Und ich möchte andere Rolex Freunde vor schlecht gewählten Hausmitteln bewahren.
Besonders weil man mit überschaubaren Kosten wirklich perfekte Ergebnisse hinbekommen kann (das Bergeon Rad könnte man auch auf einer eingespannten Bohrmaschine nutzen) oder einfach mit den Gerryflex Blöcken. Zum Polieren mit dem Proxxon reichen eigentlich 2 verschiedene Riegel: Luxor weiß und orange, und und und. Von der Lazy Sue Methode würde ich jedem abraten, besonders weils nur die Gehäuseunterseite betrifft.
Was halt wirklich Schade ist, dass manche Dinge nur funktionieren wenn die Lünette abgebaut ist bzw. das Werk draußen. Aber da gehts dann auch an teure Maschinen, die Drehbank mit dem Spannfutter um die radialen Schliffe hinzubekommen. Geschweigeden von einer Lapidiermaschine um den Sonneschliff auf einer Explorer Lünette zu machen.
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