„Keine Realitätsnähe mehr zum Sammlermarkt“ heißt für mich übersetzt „bringt gegebenenfalls keine Rendite“. Das ist natürlich ein Grund für ein Sammler.

Den Satz verstehe ich nicht - ich bin, wie viele andere hier auch, Sammler. Ich habe nie eine Uhr gekauft, um zu verdienen, sondern weil ich sie am Arm mochte. Für mich ist ein Rendite-Gedanke das Problem eines Investors, der Geld verdienen will, oder traurigerweise muss.

Wenn wir uns dem Rand unserer Bubble nähern, werden selbst Hardcorer von Omega und speziell der Speedy zu 99,9% bei dem geforderten Preis nur noch den Kopf schütteln können - für mich klar kontraproduktiv. Omega lebt von Sammlern, die dank der Markenhistorie, Schönheit und Qualität mehr als nur eine Uhr bei denen gekauft haben (schon mein Alter Herr war Omega-Fan in den 60er Jahren). Heute würde er nur abwinken - zu viele limitierte Auflagen, Preisgefüge selbst für Gutverdiener nicht leicht nachvollziehbar und man trampelt auf denselben Pfaden denen hinterher, die andere schon gelegt haben.

Wenn Hardcore-Sammler wie ich aber erst einmal weg sind, möchte ich sehen, wo sich die Marke positionieren wird und wovon sie leben möchte. Das "one-trick-pony" lebt nicht ewig und der Renditjäger wird nach ein paar Flops in dieser Größenordnung schnell zum Schuldner.