Die, die nur die Investition sehen, beschränken sich auf die Modelle, die nach wie vor gesucht bleiben werden. Die etwas zügiger erhältlichen Stahlmodelle von Rolex sind nicht unbedingt das, woran man noch viel verdient. Die werden in etwa ihren LP + Inflation halten. Mal nur die Inflation, mal auch was mehr bringen, je nachdem ob grade wieder Hype ist oder nicht, wenn man verkauft. Verlust wird man damit aber nur machen, wenn sie sehr heftige Tragespuren hat oder ähnliches. Und auf kruze Frist wird man mit einigen Stahlmodellen inzwischen sogar Verlust machen, weil der Grauhändler im Ankauf weniger zahlt. Das mit "kein Verlust" gilt erst nach mehreren Preiserhöhungen für neue Uhren.

Das lockt aber einen Investor nicht. Denn ganz ohne Risiko ist auch das nicht. Selbst wenn man nicht wartet, bis auch bei wenig Tragen mal eine Revision fällig wird und man sich diese Kosten damit sparen kann: Nur die Inflation und allenfalls mit was Glück beim richtigen Zeitpunkt noch was mehr an Gewinn, das ist nicht mehr die attraktivste Anlagemöglichkeit. Es gibt durchaus Methoden, mit ähnlichem Risiko mehr Gewinn zu erzielen. Und vorallem wesentlich unbeschränkter. Ist 'ne nette Aufgabe, mal auch nur 100'000 in Rolex Uhren aus Stahl zum LP anzulegen. Die muss man auch erstmal kaufen. Zumal man bestimmt nicht die am wenigsten gesuchten Modelle will, wenn man investiert. Das muss dann z.B. bei einer OP schon das blaue oder grüne Blatt sein usw. Dafür muss man ca. 10 Uhren kaufen können, denn die teuren Modelle sind entweder nicht so extrem gesucht (Skydweller) oder die Stückzahl beim Einkauf ist schwierig (Daytona).