Original von siebensieben
Man muss unterscheiden zwischen den Uhren-Namen, die wir aus praktischen Gründen der Indentifizierung so nennen ('Messner-Uhr')und solchen, die von Uhrenfirmen aus Marketinggründen so gewählt werden. Das sind meist Sondermodelle, deren simple Referenz sich nicht gut merken lässt. Die Boris-Becker-Portugieser ist halt eingänglicher.

Ich denke, bei dem Eingangsstatement geht es eher um letzere Gruppe.

Und da ist es bei den Uhren schon wie beim Fernsehen. Früher hieß es 'Feuerabend' oder 'Drei nach neun' und war meist individuell mit einer bestimmten Person verknüpft. Heute sind die Eindrücke kurzlebiger, oberflächlicher, und die Talkshows zahlreicher, austauschbar, beliebig, selbst die Kulissen sind fast dieselben. So muss man die Sendung nach einer Person benennen, um sie zu identifizieren.


Du bringst es auf den Punkt, 77.
Der Aspekt ist aber, glaube ich, nicht der Punkt, der Stein des Anstosses für diesen Tread war.
Dabei geht es um das grundsätzliche Selbstverständnis zu Personenkult und Kitsch in genau diesem Zusammenhang, das machte den Thread ja grade so explosiv.
Hätte dazu einiges mehr zu sagen und diversen getätigten unwidersprochenen Aussagen zu widersprechen, überlege mir aber, ob es sich noch lohnt, den ganzen MIST nochmals aufzurollen, ohne an einigen Grundüberlegungen ihrer Theoretiker zu kratzen, könnte wieder schmutziger werden.

Grüsse, B.