Hi,
mach dir nicht die grosse Panik. Ich war Mai, d.h. 3 Monate nach dem
Hariri Attentat in Beirut. Ich habe die von der Explosion zerstörte
Strasse fotografiert. Überall hingen Bilder und die Leute trugen
Sticker mit dem Bild von Hariri - die Trauer und Wut war allgegenwärtig.
Die Stimmung war allerdings gegen Syrien, denen man das Attentat
zuschreibt, und nicht gegen den Westen. Zur Zeit ist gar ein
deutscher Staatsanwalt,Detlev Mehlis, in Beirut um im Auftrag der UNO
den Mord aufzuklären (http://www.zeit.de/2005/20/Hariri).
Jeder, wirklich jeder, war sehr gastfreundlich. Ich habe von niemanden
irgendwelche Feindsehligkeiten erfahren. Ich hab mich nachts in
Beirut sicherer gefühlt als z.B. in San Francisco oder LA.
Wenn Du nach Attentaten gehst, darfst Du auch nicht nach London,
Madrid, Taba(Ägypten), New York, Bali, Türkei usw.
In London oder Rom vom Auto überfahren zu werden ist deutlich
wahrscheinlicher als im Libanon von Terroristen getötet zu werden.
Die WWW Seite vom Auswärtigen Amt kenne ich. Sie erscheint bei
fast allen arabischen Ländern in ähnlicher Form.
Zu den einzelnen Punkten:
1) O.K. Meide Demos, sicher ist sicher. Ich bin mitten durch eine
religiöse Demo gelatscht und habe fotografiert. Niemand hat mich
dabei beeinträchtigt. Würdest Du in Deutschland als Ausländer
durch eine Demo von Skins latschen und sie fotografieren ?
2) Reisen: Wie gesagt, ich war in Baalbeck. Absolut kein Problem.
Reise im Taxi und du hast einen einheimischen Guide für den ganzen
Tag. Jeder hat mir bestätigt, das ich ohne Bedenken überall hin kann.
Da Sysrien nicht sonderlich beliebt ist, hat man mir abgeraten, an
die sysrische Grenze zu fahren. Auch in die Palistinenser Lager sollte
man nicht gehen. Es sind im wesentlichen Slums. Ich habe sie nichtmals
von weiten gesehen.
In New York nachts durch die Bronx oder in LA nachts durch South
Central zu gehen, ist bei weitem gefährlicher. Dort rät dir selbst die
Polizei davon ab weil es zu gefährlich ist.
3) Kontrollen: Das Militär ist überall present, allerdings zum Schutz der
friedliebenden Bevölkerung. Ich wurde nie kontrolliert. Bei Ausflügen
mit dem Taxi wurden wir an Kontrollposten freundlich begrüsst und
durchgewunken. Kontrolliert werden verdächtig aussehende
Fundamentalisten. Nimm halt zur Sicherheit den Pass mit wenn du
unterwegs bist.
Ausweispflicht besteht aber z.B. auch in den USA. Dort wirst du
wesentlich strikter kontrolliert und Verstösse haben schlimmere
Konsequenzen.
4) Organisation: Bei der Einreise musst du eine Aufenthaltsaddresse
angeben. Daher ist es besser, das Hotel vorab von hier zu buchen.
Dies ist aber auch in den USA genauso.
Abholung vom Flughafen wird teilweise vom Hotel mitangeboten,
Taxis sind aber absolut kein Problem.
Ausflüge mit einen einheimischen Führer zu unternehmen, habe ich dir
bereits mit dem Taxi Tip empfohlen - allerdings nicht wegen Sicherheits-
bedenken. Er kann dir vor allem interessante Orte zeigen und Tips
geben.
5) Zu den Autounfällen an der syrischen Grenze kann ich nichts
sagen - wird dich kaum betreffen.
Hoffe, ich konnte deine Zweifel ein wenig zerstreuen.
Ergebnis 1 bis 20 von 66
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12.10.2005, 11:16 #19Datejust
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RE: ich bin hin und her gerissen...
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