Habe das Interview gerade gelesen (Danke für den Link, Florian!) und über einige Passagen nachgedacht ...

BILANZ.CH: „Was haben Sie Ihren Leuten erzählt?“

FHB: „Dass wir in den vergangenen 20 Jahren zwar immer wieder runde Uhren herausgebracht hätten, aber keinen Erfolg damit gehabt hätten, weil wir nie alle unsere Energie hineingesteckt hätten, um es richtig zu machen.“


Seit wie vielen Jahren ist FHB CEO von AP? Weshalb bezweifelt er die Arbeitsleistung seiner Mitarbeiter? Was ist „richtig“?

(...)

FHB: „Ich picke mir zehn Leute heraus, stelle sie in eine Reihe, flüstere dem Ersten etwas ins Ohr, der flüstert es dem Nachbarn und so weiter. Der Letzte sagt, was er gehört hat. Fakt ist: Was reingeht, ist immer etwas völlig anderes als das, was rauskommt. Die Lektion: Es geht nicht darum, was man den Leuten sagt, sondern darum, was die Leute verstehen.“

Und was verstehen „die Leute“? (...)

BILANZ.CH: „Audemars-Piguet-Fans reagierten ziemlich wütend auf die «Code 11.59». Es gab einen regelrechten Shitstorm.“

FHB: „Die Wellen gingen zu Beginn des Genfer Uhrensalons hoch, waren am Ende aber wieder verebbt. Spätestens da wussten wir, dass die Uhr ein Erfolg wird. (...) Sie wird ein Erfolg – für uns ist sie es schon.“


(...)

FHB: „Ich sage meinen Leuten immer, versage, aber mach. Man lernt so viel dabei.“

Daher also diese Übung!

FHB: „Stellen Sie sich vor, ein Raum von vielleicht 25 Quadratmetern, 20 Leute, Temperatur hoch. Die Ex-Navy-Seals liessen jeden Liegestütze machen und brüllten dann – Nase an Nase mit einem – Fragen über die neue Kollektion. Wer die Antwort nicht wusste, Liegestütze, Hüpfen, nochmals. Und so weiter.“