Zitat Zitat von Duc Loan Beitrag anzeigen
Ich finde die Modell-Balance auch nicht schlecht.
Nur wo sind denn die ganzen Grand Complications und deren Wristshots? Die Markenpräsenz und Markenwahrnehmung hat sich längst stark in Richtung "Patek = Genta" verschoben und wird weiter in diese Richtung gehen, auch wenn Herr Stern das anders sieht.
+1

Ich zitiere nochmal aus dem Nachbarthread:

„Jede Marke, die kurzfristige Verkaufsmengen opfert, tut dies, weil sie versteht, dass sie ein Produkt hat, das Sammlertypen anspricht - und Sammlertypen, die gerne jagen und jagen. Künstliche Knappheit ist eine Marketing- und Geschäftsentscheidung, die ein tiefes Verständnis für den eigenen Markt und die eigenen Waren zeigt.“

https://translate.google.de/translat...ible-retail%2F
Originalfassung: https://www.ablogtowatch.com/why-som...ssible-retail/

Und genau eine solche Marketing- und Geschäftsentscheidung von Thierry Stern halte ich für am wahrscheinlichsten – die Behauptung, Patek nicht auf Genta-Design bzw. Stahl-Uhren reduziert sehen zu wollen (wenn es denn tatsächlich eine Reduktion wäre), dagegen für vorgeschoben und für ebenso unplausibel wie die vorvergangenes Frühjahr hier diskutierte These, Patek hätte die Preise für stählerne 5711/12 um 20% erhöht, um den Zweitmarkt zu bekämpfen.

Die Gefahr, dass Patek in Zukunft nur noch mit Nautilus und Aquanaut identifiziert wird – so wie AP mit der Royal Oak – sehe ich übrigens nicht. Diese beiden Modellreihen sind m. E. Einstiegsdrogen, die eine dauerhafte Kundenbindung aufbauen sollen. Im Übrigen wird der zunächst vermutlich mehrheitlich noch jüngere Kreis der Nautilus- und Aquanaut-Käufer auch unweigerlich älter und schreckt irgendwann vor konservativ anmutendem Design nicht länger zurück. Inkl. Rot- und Gelbgold.

Ob Rolex wohl froh ist, bei Genta keine Uhr in Auftrag gegeben zu haben?