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  1. #361
    Air-King
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    Hallo,

    der Begriff Typographienmischmasch, wie es weiter oben genannt wurde, trifft den Nagel auf den Kopf. Eine Uhr für Männlein wie Weiblein, Sport- und Dresswatch zugleich, das irritiert natürlich und findet sich dann auch in all den polarisierenden Kommentaren wieder.

    Würde mich mal interessieren, wie Frauen die 3 Zeigeruhr beurteilen, da haben wir hier leider nicht so viele. Und ich glaube auch, dass die Uhr nicht für uns Royal Oak Hardcore Lovers designed wurde, warum auch, wir haben doch unsere Traumuhr schon gefunden. Dieses Marktsegment hat AP doch schon mehr als gut erschlossen. Hier geht es hauptsächlich darum, den Kundenstamm zu erweitern und neue Käuferschichten zu erschliessen. Klar, dass wir mit dem Design fremdeln.

    Nichts desto trotz hat AP mit der Uhr mal wieder Mut bewiesen und Neuland betreten, bin gespannt, ob sich das Konzept durchsetzt. Die Uhr hat sehr viel Wandlungspotential, zu dem Gehäuse passen doch sehr viele Ziffernblätter, ob openworked , on maskulin sportlich, ob klassisch, ob feminin oder Fashion, passt alles dazu. So gesehen, wahrlich eine moderne Uhr. Die Frage ist allerdings, ob dies auch die Idee von AP ist und aus der Code eine sehr wandlungsfähige Uhrenlinie zu machen, die irgendwann alle Facetten abdecken will????

    Ganz klar, die erste Ziffernblattvariante ist schon sehr feminin ausgefallen und eher nichts für die harten Jungs. Allerdings einige von uns stehen ja auch auf frozen Gold in lila.

    Viele Grüße,

    Martin

  2. #362
    PREMIUM MEMBER Avatar von Roland90
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    Was ist denn an einem schlichten weißen oder schwarzen Blatt feminin ?
    Wären sie hetzt rosa oder lila ok. Aber so ?
    Feminin käme mir da nicht in den Sinn
    Durch Teilen von Leidenschaft wird sie nicht kleiner sondern größer.....

    LG Roland

  3. #363
    Yacht-Master Avatar von 7schläfer
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    Florian & Roland: Sehr interessant zu lesen, eure kleine Kontroverse!


    Hierzu ...

    Zitat Zitat von Surforbiter Beitrag anzeigen
    (...) Ich finde diese Uhr nicht durchdacht, das fängt beim Namen an, aber schließt zum Beispiel auch den Typographie-Mischmasch ein, und diese Unstimmigkeit, finde ich, schlägt eben durch bis in die letzte Ebene der Produktgestaltung, die Werbung. FF, die Agentur, die sonst für Audemars arbeitet, ist nämlich super. Da sitzen einige der besten Köpfe in der Werbung, viele Asiaten auch, es ist wohl die erste richtige East/West Agency. Aber auch denen ist zur Code nicht so richtig was eingefallen. Und das ist eben symptomatisch. (...)
    ... habe ich eine (laienhafte) Frage an Florian: Du schreibst, Werbung sei „die letzte Ebene der Produktgestaltung“. Wird sie üblicherweise erst dann entwickelt, wenn das Produkt fertig ist?


    Vielen Dank auch für den „Forbes“-Beitrag (#347), der seinerseits zu einem lesenswerten und herrlich boshaften Artikel über die Werbung von Patek verlinkt:

    https://thelastpsychiatrist.com/2011...uture_lea.html


    Dieser Gedanke hier bringt es für mich auf den Punkt:

    Zitat Zitat von Surforbiter Beitrag anzeigen
    (...) Und ist die Code wirklich für ein junges Publikum gedacht? Mit 40.000 Franken ist der Chronograph (den ich auch am gelungensten finde) doch eher nicht die erste gute Uhr, die man sich leistet. Für U40 finde ich sie auch zu "ruhig". Und dieses Spiel mit Black and white und die androgynen Models entführen mich eher in die 80er Jahre: Madonna. Boy George. Wham.

    Die RO und die ROO bleiben für mich die moderneren Uhren - auch wenn sie schon eine Generation alt sind. Das ist und bleibt der Segen und der Fluch von AP.

    Zum Thema Zielgruppen-Alter hält o.g. Artikel über Patek übrigens auch eine Erkenntnis bereit – am Beispiel der Print-Werbung „Who will you be in the next 24 hours?“ aus dem Jahre 1999 (Abschnitt IV.2):

    Forget the watch, why do I suddenly want to buy shoes? (Because nothing says "I can be someone new" like new shoes.) The campaign was started in 1999 to target 28-35 year olds, but how many of those women could actually afford a Patek Philippe? Zero, hence the genius of the ad: build brand awareness. "We'll see you at the store when you're 40 and rich," the ad proposes, though it tacitly admits that a woman can't think more than 24 hours into the future unless it's to imagine becoming a trophy. Wife. NB: these women would be 40 now and on their second husband/watch.“
    Geändert von 7schläfer (12.05.2019 um 13:45 Uhr)
    Gruß
    Jürgen

  4. #364
    PREMIUM MEMBER Avatar von Surforbiter
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    Hallo Jürgen,
    ich mach zwar Filme, aber so gut wie keine Werbung, insoweit bin ich Laie wie Du. Von Freunden, die in der Werbung arbeiten, kenn ich beides: dass sie schon früh eingebunden werden oder eben erst später ein fertiges Produkt vor die Nase bekommen und sich dann eine Image-Kampagne ausdenken müssen. Bei Uhren ist letzteres, denke ich, die Regel. Natürlich wird (oder sollte sich) die Marketing-Abteilung ein paar Gedanken dazu gemacht haben, aber ich denke, da wird viel aus dem Bauch heraus entschieden und nicht mit qualitativen Befragungen von Kleingruppen oder so gearbeitet (wie zum Beispiel beim Auto- oder Kamera-Design). Wie es bei Vacheron Constantin abläuft, erklärt zum Beispiel Christian Selmoni hier: https://coolhunting.com/design/vache...lmoni-watches/


    Beste Grüße, Florian

  5. #365
    Date Avatar von NJLG
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    Interessanter Gedanke zum AP Marketing und zu den Zielgruppen. Mich erinnert das an das neue Talking Watches 2 mit John Mayer.
    Darin sagt er (sinngemäß): Ich fühle mich zu den Uhren hingezogen, die in einer Zeit modern waren, wo ich am hungrigsten war und versucht habe groß raus zu kommen.

    Ich kann das persönlich nachvollziehen und bestätigen. Auch für mich waren Uhren lange ein Ziel, dass ich mir gesetzt habe und gekauft habe als ich ein gewisses Level von Erfolg erreicht habe.
    Zudem würde ich den Markt für junge Leute die sich teure Uhren leisten können nicht unterschätzen (immerhin reden wir bei der 11:59 nur von einer Jahresproduktion von etwa 1500 Stück die Absatz finden muss). Ich kenne selber einige ende 20 jährige, die selbst gekaufte Lange Dresswatches tragen.
    VG Nick
    __________________________________
    "Wear it in great health, unless its a Replica"

  6. #366
    Yacht-Master Avatar von 7schläfer
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    Hallo Florian,

    vielen Dank für deine Informationen und für den Link.

    Da viele Käufer von Luxusuhren wohl auch „aus dem Bauch heraus entscheiden“, passt ja alles perfekt!
    Gruß
    Jürgen

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