Hallo,
das sind alles unterschiedliche Tests.

Bei dem Test der an der Uhr des Fragestellers vorgenommen wurde ist kein Wasser im Spiel. Die Uhr wird in einem Zylinder eingespannt und mit einer Meßspitze das Verhalten des Uhrgehäuses bei Unterdruck und Überdruck gemessen.
Mehr sagt der Test nicht aus, man nimmt dann aber an daß sich die Uhr im Wasser ähnlich verhalten würde. Aus Erfahrung dicht müsste man wohl sagen.
Beim Unterdruck muss sich das Gehäuse durch den Luftdruck im Gehäuse ausdehnen. Bei den stabilen Rolex-Gehäusen kann es tatsächlich sein daß zu wenig Ausdehnung auftritt und daher der Test negativ ausfällt.

Der später beschriebene Test "Uhr im Unterdruck eintauchen" ist eher zur Lokalisierung von Lecks gedacht, man hat keinen definierten Druck und Unterdruck ruft anderes Verhalten des Gehäuses hervor als der eigentlich beim Tauchen vorhandene Überdruck.

Der "richtige" Rolextest funktioniert so:
Die Uhr kommt in einen Zylinder mit Wasser. In diesem Zylinder wird dann nach vorgegebenem Anweisungen ein Überdruck erzeugt wie er der Gehäuse-Spezifikation entspricht. Das heißt die 100m dichte Uhr bekommt z.B. 10 bar Überdruck und ist somit praktisch in 100m Tiefe. Try and error sozusagen.
Danach gibt es noch den Monitortest. Dabei wird die Uhr nach dem Tauchgang kontrolliert aufgeheizt und danach über das Glas abgekühlt. Das eventuell auftretende Kondensationsbild gibt Aufschluß über die Dichtheit.

Um niemandem Angst zu machen, den Test macht man zuerst mit leerem Gehäuse. Ist da alles gut gegangen kann man auch die komplette Uhr sorgenfrei abtauchen.