Oookay..

Casting: Michael Schenk als korrupten Polizisten fand ich optimal. Hab ich ihm auf den allersten Blick zugetraut. Bei der Chefin bin ich ambivalent. Die wirkt auf den ersten und zweiten Blick unsympathisch, ich finde sie allerdings überzeugend gespielt in ihrer Zerrissenheit zwischen Rückendeckung und straighter Joberfüllung; wie gestern bspw. in ihrer Abhängigkeit von politischer Einflussnahme. Zuviel Nähe zu ihrem Ermittlerduo im Keller würde dem Tatort nicht gut tun. Grade leitende Beamte müssen sich stets absichern und auch nach politischen Erwägungen taktieren. Also dickes Plus bei der Wirklichkeitsnähe, die Tatorten sonst meist fehlt.

Dass die Frankfurter Tatorte insgesamt so unfassbar gut sind, liegt m.E. ganz stark daran, dass man sich auf reale Fälle konzentriert und auch manchmal den ein oder anderen Faden unaufgedröselt lässt. Das lässt einen (mich) manchmal schon ein wenig betroffen zurück.