Hallo Ralf,
sorry, ich bin da komplett auf der Seite meines Namensvetters! Mal ganz ehrlich: Lange wurde zu DDR Zeiten mit rund 20 anderen Firmen zu einem Gemenge verschmolzen ... dann kam nach der Wende jemand aus der Familiendynastie Lange und schnappte sich ein paar Mitarbeiter aus dem DDR Betrieb ... und gründete eine neue Firma. Niemand, der vor der DDR bei der alten Firma Lange war, hat irgendetwas mit der neuen Firma zu tun, außer dem Namensgeber, der nicht einmal in dem DDR Kombinat tätig war!
Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: Im Gegenteil, wenn, dann könnte man sagen, dass diejenigen, die in den alten Produktionsstätten zurückblieben, die "Tradition" fortgeführt haben ... das wäre dann der Trupp von Glashütte Original ... da kann man wenigstens eine durchgehende Linie nachvollziehen!
Mal ehrlich, nur mal angenommen, ein Ur- Ur- Ur- Enkel von Patek kommt, schnappt sich ein paar Mitarbeiter und macht eine kleine Manufaktur auf ... hat die dann in Deinen Augen auch 170 Jahre "Tradition"?
Sorry, aber die "Blendung", die Du anderen in Sachen Hublot vorwirfst, hast Du selbst in Sachen Lange und Söhne! Keine Ahnung, warum dies bei Dir so ist ... aber Hublot scheint für Dich, aus welchen Gründen auch immer, ein "rotes Tuch" zu sein.
Grüße vom anderen Sascha
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Thema: Hublot - Ein Selbstversuch
Hybrid-Darstellung
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27.01.2017, 13:11 #1ehemaliges mitgliedGast
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27.01.2017, 13:47 #2
Hi Sascha,
klare Antwort: Nein. Ändere deine Frage in "Jemand kauft nur die Rechte an der Marke Patek" und die Antwort ist: ja!
Wir sprechen hier über Marken und deren Historie und nicht über juristische Gesellschaften. Rein faktisch haben Technologien, Prozesse, Mitarbeiter usw. von heutigen Unternehmen nichts mehr mit dem zu tun, was vor 50 Jahren und mehr im jeweiligen Unternehmen war. Darum geht es auch gar nicht. Es geht rein um den Werdegang einer Marke, was sie geleistet hat, wie sie sich über die Zeit positioniert hat, welchen Status sie in den Augen ihrer Kunden und der Öffentlichkeit erreicht hat usw. All das trägt zur heutigen Markenposition und derem Wert bei (mit dem entsprechenden Einfluss auf die Produktpreise). Und dabei ist nur relevant, dass man die Markenrechte besitzt, um auch die gesamte Historie in der Gegenwart und Zukunft kommerziell nutzen zu können. Nur weil man keine Anlagen und Mitarbeiter übernommen hat, ist die Markenhistorie plötzlich nicht mehr existent. Wichtig hingegen ist, dass man eine historisch gewachsene Marke authentisch weiterführt, ihre Historie und DNA bei der Entwicklung der Produkte beachtet, einbezieht und passend weiterentwickelt. Geschieht das nicht, wird der Wert der Marke schlicht sinken oder ganz verschwinden.
Deiner und Saschas Argmentation nach hat z.B. Rolls-Royce keine wirkliche Historie. VW dachte 1997, sie hätten den Laden für 1,4 Mrd DM gekauft. Sie hatten dummerweise vergessen, sich die Markenrechte zu sichern. Die kaufte BMW für 120 Mio. DM und baut seit 2003 Rolls-Royce in einer komplett neuen Fabrik mit neuen Mitarbeitern. Kein Mensch ist bislang auf die Idee gekommen, bei einem heutigen Rolls-Royce nicht auch den Bezug zur Markenhistorie zu sehen - ganz im Gegenteil.
Meine Sicht auf Lange & Söhne beruht rein auf oben dargestellten Fakten zum Thema Marke. Natürlich kann man das auch als "Blendung" bezeichnen, wenn man die Funktionsweise von Marken schlicht ignoriert.Viele Grüße
Ralf
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