Hier eine Marke in den Raum zu werfen, ist reine Kaffeesatzleserei. Das kann so ziemlich alles sein, so hat man in Pforzheim in den 60ern und 70ern halt Uhren gebaut, und zwar tonnenweise. Die Tatsache, daß kein Hersteller vermerkt ist, lässt eher auf "Hausmarke" eines Gehäuseproduzenten schließen. Junghans war da schon eher hochwertig, der Name wäre definitiv irgendwo vermerkt. Kann man öffnen übers Glas, aber höchstwahrscheinlich wird nur der Blick auf ein ebenso anonym gefertigtes Brot-und-Butterwerk freigegeben.

Abgenutzte Vergoldung seh ich keine, das sind Tragespuren. Die Uhr wird aus Gold sein, aber der Goldwert ist gering, weil die Gehäuse hauchdünn sind. Und der Goldwert ist der einzig maßgebliche Wert bei dem guten Stück. So Uhren kann man dutzendweise kaufen auf jedem Antiktrödelmarkt.

Das (Aftermarket-) Band wird vermutlich aus sog. Walzgold bestehen, hierbei wird eine mikroskopisch dünne Goldauflage auf einen Träger aus Unedelmetall aufgewalzt. Der Vorgänger der galvanisch aufgebrachten Vergoldung. Auch hier ist der Materialwert homöopathisch.