Auf unbestimmte Zeit verschoben
Die NASA muss den "Discovery"-Start verschieben.
Aus technischen Gründen ist der ursprünglich für Mittwochnachmittag (Ortszeit) geplante Start der US-Raumfähre Discovery verschoben worden. Bei der Treibstoffversorgung der Fähre sei ein Problem aufgetreten, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA knapp zweieinhalb Stunden vor dem bislang angesetzten Starttermin mit.
Ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt. Die "Discovery" ist die erste US-Raumfähre, die nach dem Unglück der "Columbia" im Februar 2003 wieder ins All starten sollte.
Wochen im Hangar möglich
Ein Moderator des NASA-eigenen Fernsehkanals schloss einen neuen Startversuch am Donnerstag nicht aus. Geprüft werden muss aber, ob der Anzeiger fehlerhaft reagierte oder ein Leck im Tank war.
Im schlimmsten Fall kann das Problem nicht auf der Startrampe gelöst werden. Dann müsste das Shuttle völlig abgebaut und in den Hangar zurückgebracht werden, was den Flug um Wochen verschieben könnte.
Nicht der erste Schaden
Die "Discovery" war bereits etwa 24 Stunden vor dem geplanten Start leicht beschädigt worden, als eine Plastikabdeckung sich von einem der Shuttle-Fenster gelöst hatte und aus etwa 20 Metern Höhe auf eines der beiden Steuerungssysteme fiel. Dort beschädigte das Teil laut NASA einige Hitzekacheln
Lieferung an ISS
Die "Discovery" sollte zu der in 400 Kilometern Höhe um die Erde kreisenden Internationalen Raumstation (ISS) fliegen, um Material für den weiteren Ausbau anzuliefern.
Dazu gehört auch eine bei EADS Space in Bremen gebaute Nutzlastpalette, die als erstes sichtbares europäische Versatzstück an die ISS geschraubt werden soll.
Werkzeuge und Ersatzteile
Auf der gut vier mal zweieinhalb Meter großen Palette können wichtige Werkzeuge und Ersatzteile gelagert werden, die die ISS-Bewohner gern jederzeit zur Hand haben wollen.
Neuer Treibstofftank
Die NASA hat die Raumfähren seit dem "Columbia"-Unglück umfangreich überholt, 41 große Veränderungen vorgenommen und den riesigen Treibstofftank völlig neu konzipiert.
"Columbia" brach auseinander
Vom Tank waren damals beim Start der "Columbia" Schaumstoffteile abgesprungen, die die Hitzekacheln am linken Tragflügel beschädigten.
Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre strömten dadurch heiße Gase ins Innere, verglühten Kabel und Leitungen und ließen die Fähre 60 Kilometer über Texas auseinander brechen.
Weiterhin "erhebliche Risiken"
Dennoch sind die Risiken nicht völlig ausgeräumt. "Einen Shuttle zu fliegen enthält erhebliche Risiken, und das wird auch so bleiben", sagte NASA-Direktor Michael Griffin.
Kameras sollen Schäden zeigen
Erstmals in der Shuttle-Geschichte wollen die Astronauten schon während des Flugs etwaige Beschädigungen mit einem auf 15 Meter verlängerten Roboterarm und daran montierten Kameras inspizieren.
Rolle rückwärts geplant
Vor dem Andocken an der Raumstation soll die "Discovery" eine Art Rolle rückwärts einlegen, damit die beiden Bewohner der Station Fotos von der Unterseite machen können.
Kittspachtel dabei
Die Astronauten haben auch Flickzeug dabei, darunter Kittspachtel und Klebematerial. Allerdings muss das Material erst unter Weltraumbedingungen getestet werden.
Sollten tatsächlich Schäden festgestellt werden, würden die Astronauten in der ISS bleiben und mit der "Atlantis" zur Erde zurückgeholt.
Quelle: ORF.at
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Baum-Darstellung
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13.07.2005, 22:23 #11lg Michael





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