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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Yacht-Master Avatar von Alex_rs46
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    Tolle Uhr... Vielen Dank für die tolle Erklärung!
    Die Geschichte verstehe ich dennoch nicht... Was haben englische Motorradfahrer mit Fliegeruhren zu tun?
    LG

    Alex

  2. #2
    Yacht-Master Avatar von MSA
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    Zitat Zitat von Alex_rs46 Beitrag anzeigen
    Die Geschichte verstehe ich dennoch nicht... Was haben englische Motorradfahrer mit Fliegeruhren zu tun?
    Eine unmittelbare Verbindung der beiden Themenwelten habe ich nicht gefunden. Scheint, als stünden die beiden Erzählstränge schlicht ein Stück weit nebeneinander.

  3. #3
    Yacht-Master Avatar von MSA
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    Lang & Heyne: Friedrich III.

    Hier mein Bericht über Lang & Heyne und insbesondere dessen Modell Friedrich III. (Bericht auch erschienen bei www.watch-online.de):





    Man muss sich schon etwas Zeit nehmen, um die Philosophie, mit der bei Lang & Heyne in Dresden Uhren gebaut werden, zu verstehen. Aber es lohnt sich.

    Seit dem Jahr 2001 werden unter diesem Namen in Sachsen Uhren hergestellt. Nicht viele. Derzeit sind es im Jahr nur 50 Stück, die die 15 Mitarbeiter der Manufaktur an ihre Kundschaft ausliefern. Oftmals sind dies Sammler, die schon einige Uhren von Häusern mit bekannteren Namen und höheren Produktionszahlen besitzen. Künstliche "Limitierungen", die oftmals nach den erwarteten Verkaufszahlen festgelegt werden (mit Sicherheitspuffer nach oben), erübrigen sich. Dies wird sich auch nicht ändern, wenn die vom Chef des Hauses, Marco Lang, definierte Zielgröße von 200 Stück erreicht wird.

    Auf der Baselworld 2016 berichtet dieser, dass der Kontakt zwischen Hersteller und Endkunde bei Lang & Heyne besonders eng ist. Die Kunden beziehen die Uhren entweder über die wenigen Fachhändler oder über die hauseigene Boutique in Dresden. Dabei geht man gerne auch auf Sonderwünsche ein, denen, soweit möglich, entsprochen wird. Ein Kunde beispielsweise wünschte sich ein Modell, das üblicherweise nur in Gold angeboten wird, als Ausgabe in Edelstahl. Marco Lang zögerte nicht, sich des Wunsches anzunehmen, und man darf vermuten, dass der so versorgte Kunde kein Problem darin sah, den Preis für das Goldmodell für seine - sozusagen auf ein Stück limitierte - Sonderausgabe in Edelstahl zu entrichten.


    Marco Lang

    Besonders gern sieht es Lang, wenn die Kunden die Manufaktur besuchen und zuvor Station bei den großen Glashütter Luxusuhrenherstellern gemacht haben. Nicht, um etwa mit gleichen Standards zu überzeugen, sondern der Unterschiede wegen. Bei Lang & Heyne ist es beispielsweise noch möglich, die Schrauben einzeln über der Flamme zu bläuen. Bei Produktionszahlen, die, wie beispielsweise bei A. Lange & Söhne in die Tausende gehen, dürfte dies naturgemäß eher schwierig zu realisieren sein.

    Zu den jüngeren und interessantesten Modellen der angesichts der Stückzahlen in zahlreiche Referenzen aufgegliederten Kollektion zählt das Modell Friedrich III. Als Ziel bei der Gestaltung stand laut Lang & Heyne die Reduktion auf das Wesentliche im Zentrum. Das vergleichsweise flache, wenig dominante Gehäuse (Durchmesser: 40 mm), das Zifferblatt mit römischen Ziffern und der übergroßen exzentrischen Sekunde sollen der Friedrich III. einen frischen Stil verleihen. Tatsächlich wirkt die Uhr angenehm aufgeräumt, elegant und dabei - nicht zuletzt durch die für den Hersteller typische Verwendung eines dritten Horns bei für die Bandbefestigung - alles andere als verstaubt. Die Sorgfalt und Liebe zum Detail zeigt sich insbesondere in den geschmackvollen Kathedralzeigern, aber auch im Gehäuseinnern: Zum Einsatz kommt das im Durchmesser 33 mm große Handaufzug-Caliber VI, das mit einer Frequenz von 18.000 Halbschwingungen / Stunde schwingt und in dem 19 Rubine und ein Brillant verbaut sind. Es hat eine Gangreserve von 48 Stunden und verfügt über eine Goldschraubenunruh, eine Breguetspirale, einer Schwanenhalsfeinregulierung und einen Sekundenstoppmechanismus. Mit einem gravierten Unruhkloben und einem aufwändigen Sonnenschliff auf den Aufzugsrädern präsentiert das Werk Verzierungen, die dem erwähnten Credo der Reduzierung auf das Wesentliche nicht bis zur letzten Konsequenz entsprechen. Wer nach einer wirklich konsequenten Umsetzung dieses Gedankens sucht, der gehe besser zu Ochs und Junior. Dort heißt es: "Unsere Produkte werden im Rohzustand belassen." Bei Lang & Heyne indes darf und soll - bei aller Reduktion auf das Wesentliche - letztlich doch auch die Schönheit ihren Platz behaupten. Deshalb sollte man bei der Bewertung von Lang & Heyne-Uhren stets auch ein weiteres Credo, zu dem sich Marco Lang ohne Umschweife bekennt, vor Augen haben: "Die Gestaltung steht bei uns im Vordergrund."

    In Edelstahl kostet das Modell Friedrich III. € 18.640,00, in Roségold € 23.520,00, in Weißgold € 25.000,00 und in Platin € 29,510,00. Die folgenden Fotos sind bei der Baselworld 2016 entstanden und zeigen das Edelstahlmodell.




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