Ach, man kann schon, unter gewissen Umständen, guten Gewissens sagen, man liebt Gegenstand X.

In meinem Fall ist dies auch eine Uhr.

Keine Rolex, nun fühl ich mich wie der Craig im Zug, sondern eine Omega! War nunmal meine erste Luxusuhr, die ich auch noch selbst vom ersparten(!) gekauft habe. Zwischenzeitlich, durch die ein oder andere Krise, die noch nicht zu 100% überwunden ist, war diese sogar völlig untragbar(90->52).

Sie war sehr lange Zeit die Uhr, die ich, nicht wegen Bond, unbedingt wollte. Da ging ich keine Kompromisse ein, von wegen Steinhart, Alpha oder wie die Fakeschmieden sonst so heißen.

Das gute Stück war natürlich auch was fürs Ego. Ich konnte mich doch nicht mit einer Armani am Handgelenk durch die Foren, Blogs, Kataloge und Bücher wühlen. Vintage war zu der Zeit nix. - Daran hat sich auch nicht viel geändert.

Auch wenns natürlich völliger Quatsch war, da ich eh nie zu den Sammlertreffen hingehe(n wollte). Trotzdem war sie so etwas wie eine "Eintrittskarte in die "Riege der Kenner". Obwohl ich mit notfalls erhobenen Zeigefinger meine so verlachten "Modeuhren" hätte weitertragen sollen. - Anders als "Die Patek", Die Rolex", oder andere, die erhoben werden, und schon fast keine Uhren mehr sind, werden die Modeuhren ja wenigstens noch als Uhr angesehen, was ja mein eigentliches Hobby ist. Und durch meinen Tick alle drei Minuten auf sie zu schauen, nur um die Zeit zu wissen, ist "nur" eine Uhr ja genau das richtige. - Auch wenn ich für die haute horlogerie schwärme.

Aber nun, zurück weshalb die PO von mir "geliebt" wird. Sie war, bzw. ist es noch immer, das Licht am Ende des Tunnels. Erst wenn sie mir wieder "optimal" passt, bin ich wieder beim Optimum angelangt.


Darum fass ich mir auch umso heftiger an den Kopf wenn einer spontan gekauften Zwiebel, unter den irsinnigsten Vorwänden, eine Liebeserklärung verfasst wird. An Liebe auf den ersten Blick glaube ich selbst zwischen Menschen nicht.


Musste einfach raus. Ich bitte darum zu gewissen Punkten nicht öffentlich nachzuhaken.