Das liegt vielleicht daran, dass der A2 sich zu der Zeit gar nicht verkauft hat und man als Unternehmen halt Gewinn erzielen möchte, um zu bestehen. Das Auto war zu früh und die Zeit noch nicht reif. Und es war einfach hässlich, vielleicht praktisch, aber nicht hübsch.
Wo ist denn der Unterschied zum A1 jetzt? Ist doch ein viel tolleres Auto. Verkauft sich wie warme Semmeln im Vergleich zum A2. Und was hat der A2 jetzt mit dem Klischee zu tun?
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Thema: Corporate Governance
Hybrid-Darstellung
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23.09.2015, 08:15 #1
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23.09.2015, 09:04 #2Sea-Dweller
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Hallo Elmar,
Ich weiß, der A2 wird auch heute noch nicht verstanden.
Der A1 ist ein typisches, modernes Audi-Produkt. Man nehme eine vorhandene Konzernplattform und schmücke sie mit einer schicken Lifestyle-Karosserie. Er hat nichts mit dem damals bahnbrechenden Space-Frame-Technologie-Konzept gemein. Ich halte dieses Konzept für sehr nachhaltig und würdig, es auch in Volumenmodelle einzusetzen.
Für den A2 machten die Ingenieure eine genaue Bedarfsanalyse (aus anwenderpraktischer Sicht) und ließen dafür ein passendes, meiner Meinung nach absolut nicht häßliches Blechkleid entwerfen – „form follows function“ (mache Designer kennen das auch heute noch …).
Aber wen interessieren schon nachhaltige Autos? Maximalgewinne macht man nur mit niedrigen Entwicklungskosten und ständigen Neuverkäufen. Die meisten Kunden interessiert doch eh‘ nur ein modisches Blechkleid und ein supertolles Lichtdesign.
Beste Grüße,
Dirk"Jeder macht sich fertig so gut er kann."
(Zitat meiner Frau kurz vor Aufbruch zum Sonntagsspaziergang)
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23.09.2015, 09:30 #3
Ich glaube das Problem ist nicht der Hersteller sondern die Kunden. Wenn keiner bzw. nur sehr wenige den A2 kaufen, wie soll er dann kostengünstig produziert werden? Am Ende will Audi damit auch keinen Verlust machen, denn dann schreien wieder Andere.
Letztendlich bestimmt der Kunde welche Musik gespielt wird, auch wenn wir manchmal denken es wäre anders.Grüße,
Stefan
schreibts mir in die Kommentare, macht das Herz rot und drückt das Plus weg.
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23.09.2015, 09:58 #4
Das widerspricht sich aber.
Anscheinend ist der Bedarf dann damals doch nicht so da gewesen. Manchmal macht man wirklich als Ingenieure wirklich tolle Sachen und der Kunde "versteht" das nicht. Dann hat er den Bedarf (noch) nicht. Das war bei der Handabzugs-Daytona auch so. Oder man ist vor der Zeit. Oder zur falschen Zeit da. Oder man hat marketingtechnisch alles falsch gemacht.
Elektroautos wären schon viel akzeptierter (auch mit den derzeitigen Einschränkungen noch wie Reichweite und Kosten), wenn die Spritkosten so hoch wäre wie vor ein paar Jahren. Jetzt ist das Faß Öl fast nichts mehr wert und es interessiert den Kunden dann auch nicht mehr so wie es hätte ihn interessiert, wenn er an der Tankstelle richtig geblutet hätte. Ergo ist die Zeit noch nicht reif, aber das wird kommen.
Der A2 war ein tolles Auto technisch, aber der Kunde wollte ihn nicht. Da kannst Du als Firma auch nicht viel machen. Dann musst Du Risiko minimieren und das machen, was der Kunde möchte. Sonst bist Du bei den Analysten unten durch.
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23.09.2015, 10:10 #5
Da ist was dran. Selbiges gilt für die A-Klasse. Die erste war tatsächlich ein bahnbrechendes Konzept. Das perfekte Stadtauto, fahrbar für jeden von 18-100, revolutionärer Aufbau - leider halt nur optisch so uncool wie nur was. Der neue ist einfach eine aufgeplusterte Modebüchse ohne jegliche Innovation.
Beste Grüße, Tobias
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