Was der Ökonom Larry Summers da sagt macht aber nur zum Teil Sinn - im heutigen Giral- oder Schuldgeldsystem sind keine Ersparnisse von Privatanlegern bei Banken mehr nötig, damit Kredite für Investitionen an Firmen vergeben können. Das war vielleicht früher mal so, als die Währung noch auf Gold basierte.
Heute haben die Kundenersparnisse keine direkte Verbindung zum Kreditvolumen, das eine Bank vergeben kann.
Kredite und damit neues elektronisches Geld schafft eine Bank sozusagen aus dem Nichts einfach durch einen Buchungssatz.
Das Krefitvolumen, das eine Bank vergeben kann, hängt dabei von der risikogewichteten Bewertung der vergebenen Kredite ab, dem Eigenkapital der Bank und den gesetzlichen Regelungen, wieviel Eigenkapital im Verhältnis zum risikogewichteten Kreditvolumen vorgehalten werden muss.
Durch den Zwang Geld nur noch bei Banken zu halten und einen Negativzins zu verlangen erreicht man lediglich, dass die Leute, die selbst sparen und dieses Geld nicht ausgeben möchten ihr Geld in alle möglichen mehr oder weniger risikoreichen Anlagegüter wie Aktien, Gold, Immobilien, Kunst, Oldtimer und Rolex-Uhren anlegen. Der Konsum wird also im Ergebnis weit weniger gefördert als man nach Ylesen seines Artikels meinen könnte. Aber vielleicht ist Summers ja Lobbyist und hat ganz andere Motive?