Rundum-Fotos am Rande einer Bundesstraße sind so eine Sache, auch hatte ich nicht viel Zeit, da der Heizungsbauer bereits auf mich wartete.
Hatte der Opa im Gespräch mit meinem Freund noch von 13,5 k gesprochen (deshalb war ich so schnell dort), spricht er bei mir von 18 k.
Die gibt es auf keinen Fall, denn dafür würde ich dann doch im 500er Segment wildern. Hier noch ein paar Eindrücke:

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Offenbar hat man sich jeder Art von Tuning- bzw. Verschlimmbesserungsarbeiten enthalten, was für das Auto spricht. Der Leichtmetallmotor wirkt wegen des fetten Vierventilkopfes mächtig, er sieht trocken aus. Die Träger sind, soweit von oben zu sehen, nirgends gestaucht, Kühlerblech und Kotflügelverschraubunden zeigen sich jungfräulich. Türkanten und Radläufe sind glatt und trocken, nirgends findet sich (in den fünf Minuten) ein Ansatz von Rost. Der Kofferraum ist trocken, auch hier zeigen sich Boden und Bleche unberührt.

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Der Verkäufer versuchte, mich unter Druck zu setzen: das Auto sei schon bei Audi angekauft, man müsse schnell handeln, sicher wolle Audi auch einen Ausgleich von mindestens 500 Euro, wenn es zu einem Privatverkauf käme. Vor dem Hintergrund des hohen Alters und weil seine Frau dabei war, habe ich mir schmerzhaft verkniffen ihm zu sagen, er solle mir nicht so eine Schei... erzählen. Der AMG-Bumper vorn zeigt an der linken Ecke Opas typischen Anstoßer mit einem senkrechten Riss, keine große Sache. Opa labert von 300 Euro für die Reparatur und scheint mich schon wieder für blöd zu halten.

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Wenngleich der Vollspießer mich nervt muss ich sagen, dass mich Zustand, Ausführung und Historie schon ziemlich angefixt haben. Verblieben bin ich mit dem Mann nicht, 18k will ich nicht für einen Sechsender ausgeben. Fast fürchte ich, dass der Wagen das wert sein könnte, allerdings wird er diese nicht bekommen.