Mein lieber Eos,
ich lese sehr gern deine Einlassungen im Bereich Fotografie und Video, da sie sehr informativ und von großer Sachkenntnis geprägt sind.
Was dich dazu bewogen hat, einen solchen Thread über die "Fliegernorm" von Sinn-Uhren hier einzustellen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Vorweg, ich habe mit Sinn nichts zu tun, habe aber immer die ein oder andere Sinn-Uhr gehabt. Zur Zeit habe ich seit vielen Jahren die 103 SA TY und den EZM 3.
Ich habe mir heute die Zeit genommen, die Links in deinem 1. Post mal anzusehen. Hört sich nicht so unvernünftig an. Mit deiner Begründung dürfte es kaum eine Norm gehen, denn irgendwann sind sie alle mal initiiert worden. Das das in diesem konkreten Fall die Firma Sinn war, die natürlich auch auf ein neues Produktfeld hofft, ist wohl nicht zu beanstanden. Und das Unternehmen direkt mit der Wissenschaft zusammen arbeiten, ist heute mehr denn je erwünscht.
Ich weiß nicht, woher du die Kenntnisse nimmst, direkt bewerten zu können, dass alle aufgestellten Anforderungen trivial sind. Wenn ich das lese, fallen mir schon die einen oder anderen Problemstellungen ein. Da wären z. B. die hohen mechanischen Anforderungen, die Abdichtungsproblematik (nicht nur gegen Wasser, wie bei "normalen" Uhren, sondern auch Dichtigkeit gegenüber Betriebsstoffen wie Kerosin und verschiedene Öle) und einiges mehr.
Deine Wertung der Mehr- oder Minderpreise darfst du dann aber auch bei anderen Uhrenmarken anlegen. Wie sieht es aus mit einem vierstelligen Aufpreis, wenn eine bekannte Schweizer Uhrenmarke ein Eta-Werk in höchster Ausbaustufe gegen ein eigenes Manufakturkaliber tauscht, dass in den Gangwerten in diversen Tests entweder keine oder nur geringfügig bessere Gangwerte erreicht? Wie sieht es aus, wenn eine Uhrenfirma für die Änderung des Gehäusematerials (statt Edelstahl Gold o. ä.) Aufpreise nimmt, die mit dem tatsächlichen Mehrpreis aber auch überhaupt nichts mehr zu tun haben?
Worauf ich hinaus will: Letztendlich entscheidet der Kunde, was er bereit ist, für ein Produkt zu zahlen. Wenn zu viel gefordert wird, bleibt der Produzent auf seiner Ware sitzen. Wir müssen wohl auch damit leben, dass Marketing eben heute einen so hohen Stellenwert hat
Das ein Dipl. Ingenieur eine Uhrenfirma leitet, sollte auf alle Fälle nicht die schlechteste Lösung sein. Dafür sprechen einige technische Entwicklungen, mit den die Fa. Sinn z. T. allein auf dem Uhrenmarkt vertreten ist.
Das wollte ich einfach mal loswerden. Ich akzeptiere natürlich, wenn jemand anderes eine völlig andere Ansicht hat. Deshalb ist man ja auch in einem Forum unterwegs.
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Thema: Sinn Initiative Testaf/ DIN
Hybrid-Darstellung
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17.01.2015, 13:19 #1Werner

"Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat." (Giovanni Boccaccio)
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