Zitat Zitat von Eintracht Beitrag anzeigen
Warte mal ab Tobias. Ein Produkt, das jedes Jahr in einer neuen Version auf den Markt kommen wird kannste meiner Meinung nach nicht im mittleren vierstelligen Bereich positionieren. Die verkaufen lieber jedes Jahr ne neue für 1.200 Euro als einmal eine für 3.000.

Außerdem wird es auch bei dem Preis einen Deckungsbeitrag geben. Es wird ja wohl weit weniger als ne Unze Gold sein.

Ich glaube, dass gerade eine Echtmetalluhr für den Preis die etablierten Brechen lassen wird.
Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, die Uhr zu dem Kurs zu positionieren, ohne draufzulegen. Und Apple ist nicht durchs drauflegen groß geworden

Das Gehäuse ist groß und Gold ist schwer. Eine Unze ist nicht viel. Laß da hypothetisch nur 12g 18er Gold dran sein. Machen wir jetzt mal die ganz normale Milchmädchen-Materialrechnung und lassen die verarbeitungsseitigen Facts aside: Die normale Uhr wird 350,- kosten. Der reine Materialwert, der bei o.g. Schätzung hinzukommt, beläuft sich auf weitere 300,- netto. Der Hersteller muß verdienen, der Dealer haut seine Marge drauf, etc. etc. Mir ist kaum ein Goldschmied bekannt, der 18er-Gold für nennenswert unter 100,- pro Gramm verkauft, bei Juwelieren kommt die Handelsmarge hinzu, bei Uhren kann man als Faustformel etwa 150,- - 200,- rein auf den Goldwert pro Gramm im unverhandelten VK kalkulieren. Das Ding wird auch sicher nicht häufig gebaut und Gold war schon immer immer immer ein Merkmal, sich zu distanzieren. Niemand käme auf die Idee, Gold billig zu verkaufen. Nenn mir einen Premiumhersteller, der das jemals getan hätte? Und Apple ist Premium, die lassen sich schon Extra Speicher, von dem jeder weiß, daß er für Cents zu haben ist, 3-stellig vergolden. Wie soll das dann erst mit Materialien sein, die richtig Geld kosten?

Und ganz ehrlich: die potentiellen Käufer der Uhr wollen auch nicht, daß ihr Statussymbol billig ist. Ich glaube, daß es insgeheim vielen Applekunden aufstößt, daß mittlerweile jeder Depp mit demselben Produkt rumrennt. Da muß es was geben, womit man sich nachhaltig und eindeutig von der Masse abheben kann. Die schielen auf die Klientel, die sich IPods für viel Gold mit Diamanten und Gold verbrämen lassen, die ******** sich eins daruf, daß das Ding demnächst nicht mehr aktuell ist. Auch ein Vertu-Kunde stellt sich die Frage sicherlich nicht. Und: sicherlich werden auch Sammler auf "Die erste in Gold" gehen. Man kann ja mal schauen, was die ersten Digital- oder Taschenrechneruhren aus Massivgold heute so bringen - die Rechnung geht durchaus auf, auch aus Sammlersicht, obwohl die Uhren aus heutiger Sicht völlig veraltet sind.

Dei einzige Alternative: Ein Kunststoffgehäuse mit lediglich einer dünnen Goldblechverschalung. Im Massivgehäuse ist der Preis nicht machbar.