Ich war vor 1,5 Jahren auf Big Island. Und bin mit einem sehr gespaltenen Gefühl wieder abgereist.
Zuerst die klaren Empfehlungen: Ja, ein SUV ist hilfreich und praktisch. Wirklich brauchen tut man ihn aber nur im Waipio Valley und auf ein paar Nebenstraßen.
Wir haben im Sheraton Keauhou Bay gewohnt. Nie wieder, eine abgerockte Drecksbude mit einem unterdurchschnittlichen Service und einem Frühstücksbüffet, für das man jeden Morgen 20 Minuten anstehen muss. Wie damals in der Ostzone.
Im Prinzip sollte man um Kona generell einen Bogen machen, auch wenn es woanders nicht viel besser ist. In Sachen Natur und Vulcano National Park ist man mit einem Hotel auf der Hilo-Seite besser bedient.
Mein generelles Fazit ist: Die USA sind kein Urlaubsland, es gibt eine aufgesetzte Freundlichkeit, die hauptsächlich dafür da ist, elementare Mängel im Service zu kaschieren. Am deutlichsten wird es auf Big Island in den Restaurants: Selbst für ein mittelklassiges Steak zahlt man 35$, Plus Tax, plus Tipp. Dafür gibt es dann Cola aus Plastikbechern und Kellner, die keinen echten Plan haben.
Selbst wenn man in Läden wie das Kenichi oder zu Sam Choy geht, man hat immer noch das Gefühl, zu viel zu bezahlen. Und man bezahlt definitiv viele Dollars.

Das Natur-Erlebnis auf Bis Island ist trotzdem toll. Whale Watching, Schnorcheln, Tauchen auf der einen Seite, der Vulkan und Mauna Kea auf der anderen Seite. Ich bereue es nicht hingefahren zu sein. Um das viele Geld für unterdurchschnittlichen Service tut es einem vor Ort am Anfang leid, das muss man abhaken. Ist halt so.