Hallo Andreas,

das ist wirklich ein sehr sehr seltenes Blatt und mit ziemlicher Sicherheit ein Prototyp. Die Geschichte, die ich dazu kenne, beruht auf Hören-Sagen, Getratsche und Sammlergesprächen. Dieses Blatt, so wie viele andere, wurde bei Singer hergestellt, hat es aber nicht in die Serie geschafft. Irgendwann sind diese Blätter auf Umwegen in den Verkauf gekommen und wurden erstmals mit Gehäuse und Werk verheiratet. Ich tippe hier auf den Zeitraum zwischen 2005-2010. Eigentlich ähnlich wie bei den Protypenblättern, die im RLX Hauptforum kursieren.

Da aber zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr alle Ersatzteile in Hülle und Fülle verfügbar waren musste man bei Werken und Zeigern improvisieren. Somit hat man zum Beispiel auf Zeiger aus anderen Modellreihen zurückgegriffen. Die Zeiger stammen hier aus einem Automatikmodell der Carrera. Der Sekundenstopper ist möglicherweise nachträglich schwarz lackiert (sieht auf dem ersten Bild so aus), da es im Heuerportfolio keinen passenden Kontrastzeiger zu einem orangenen Zifferblatt gab.

Was diese These stützt ist, dass alle Teile bis auf das Blatt selbst in fabrikneuem Zustand sind. Das Blatt weist gerade bei den Subregistern deutliche Hairlines auf. Könnte vom nachträglichen Zeigersetzen oder der mehrfachen Begutachtung im Präsentationsalbum kommen. Dazu ist das Blatt nicht mit Leuchtmasse belegt, was ich bei Heuer nur von Ersatzblättern (Lagerware) kenne.

Die o.g. These trifft auch auf die sogenannten Exoticdials (Cal.15) zu, deren Popularität in den letzten 2-3 Jahren stark zugenommen hat. Seit dem hat sich auch die Anzahl der bekannten Uhren mit Exoticdial spürbar erhöht. Obwohl bei dieser VAriante nicht ganz klar ist, ob es sie nicht auch in den 70ern als gesamte Uhr von heuer gab.

Dein orangenes Expemplar habe ich bisher auch nur einmal live gesehen. Wieviele es davon gibt, kann ich nicht sagen. Evtl. war es auch das selbe, bevor du es erstanden hast.

Ich denke du wirst das Teil sehr gut verkaufen können, da es auf jeden Fall original und sehr selten ist.