Überprüfen lassen ist der richtige Ansatz! Wenn es bei der Uhr keine Auffälligkeiten (Ganggenauigkeit, Funktionsfehler,…) gibt, empfiehlt die innere Stimme nach geraumer Zeit einen Gang zum Uhrmacher. Einfach einmal professionell das Werk überprüfen lassen, den regelmäßigen Dichtheitstest ausgenommen. Warum nicht nach 10 Jahren? Das ist ein guter Zeitraum, und die Erkenntnisse zum Thema Öl sollten keine unnötige Hast aufkommen lassen.
Das Ergebnis einer professionellen Überprüfung sollte eine Empfehlung sein, nämlich dahingehend, ob ein Service notwendig ist oder auch nicht! Ein guter Uhrmacher kann bzw. könnte diesbezüglich eine profunde Aussage treffen, egal ob freier oder unfreier Profi. Rolex Werke sind keine Raketenwissenschaft und deren simple Funktion nicht nur einem erlauchten Kreis geläufig. Leider wird jedoch der Kreis derer, die Ersatzteile bekommen, immer erlauchter. Und bei vielen neuen Modellen ist man bereits das ganze Uhrenleben lang auf Gedeih und Verderb dem Hersteller ausgeliefert, der allein die Pforte zum Werk öffnen kann und das Werkzeug und die Teile hat, die man braucht. Ich schweife ab, denn das ist eine andere Geschichte.
Vertrauen ist alles beim Uhrenservice! Die Zeitwaage und ein geschulter Blick auf das Werk lassen eine weitestgehend seriöse Aussage zu, ob denn da bereits etwas zu servieren, oder bis wann grob damit zu rechnen sei. Service ist nicht gleich Service. Manchmal reicht eine simple Reinigung, Ölung und Reglage. Manchmal müssen tatsächlich Teile getauscht werden, wobei man freundlicherweise die ausgebauten Teile bekommen sollte. Und der professionelle Uhrmacher tut das auch, auch der freie. Denn sie sind nicht wieder verwendbar (wie denn auch, sie sind ja defekt). Also besteht keine Gefahr, dass man sich zu Hause damit ein Monster baut. Und ebendieser Uhrmacher gibt sogar 24 Monate Garantie auf seine Arbeit! Zumindest bei Rolex Werken. Da schau her.
Und selten, aber doch, verlässt man nach 5 Minuten tiefenentspannt die Uhrmacherwerkstätte, nachdem der Fachmann die Uhr ganz einfach entmagnetisiert hat. Brutal, was eine simple Magnetisierung mit dem Gang eines Werkes anrichten kann. Und faszinierend, wie schnell und günstig sich der Fehler beheben lässt. Ein Schnelltest mit einem simplen Kompass lässt übrigens bereits zu Hause erste Rückschlüsse zu. Und ich labere schon wieder….
Jedes Kaliber hat seine Stärken und Schwächen, jede Evolutionsstufe seine Eigenheiten, und Langsamschwinger sind hinsichtlich Verschleiß sicher im Vorteil. Bei täglichem Tragen kann man seine Wunder erleben, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
Nachsatz (mir ist gerade danach): Wäre ich ein schlauer Uhrenfabrikant, so wäre mir jedenfalls sehr daran gelegen, dass alle Uhren, die mein Werk verlassen, zum Service auch wieder in meine Hallen zurückkommen. Zwar nicht zu früh, das würde dem Image schaden, aber so nach 5 Jahren, das wäre schon ein interessantes Geschäftsmodell. Das Öl könnte ja bereits etwas verbraucht sein….
So, das war jetzt mein Redeschwall für´s Quartal.
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20.02.2014, 14:35 #1cordiali saluti, Pruzzo
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20.02.2014, 14:46 #2Gesperrter User
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