Eines will ich noch nachtragen:

Die Leistung John Harrisons war wirklich beeindruckend, seine Chronometer liefen derart geanau, dass man -auch aus heutiger Sicht- nur den Hut ziehen kann:

Man muß sich einmal vorstellen, dass zu Beginn des 18. Jahrhunderts nur mit dem Breitengrad und der Erfahrung des Kapitäns navigiert wurde, der Längengrad konnte nicht festgestellt werden; klar, dass das anzunavigierende Ziel in den seltensten Fällen auf Anhieb gefunden wurde! Vor und zurück, links und rechts suchen war die Regel.

Bekannt war aber, dass die Differenz aus Heimatzeit und Ortszeit eine Bestimmung des exakten Längengrades möglich macht. Dies gelingt aber nur mit genauen Chronometern; eine Abweichung von wenigen Sekunden am Tag hätte zur Bestimmung des korrekten Längengrades zu einer Abweichung von vielen Meilen geführt.

Eben jener John Harrison baute als erster hochseetüchtige Schiffs-Chronometer, die der rauhen See und den Temperaturunterschieden widerstanden.

Er war ein Tischler, der mit Leidenschaft die Navigation revolutionierte, baute Zahnräder aus Holz, die heute noch in seinen Uhren funktionieren, ich ziehe meinen Hut -


gaaanz tief.