Original von walti
Sicherlich ist in der Kirche nicht alles Gold, was glänzt.
Doch ist es; es sei denn, es sind Edelsteine. Und diese Reichtümer wurden, wie wir alle wissen, über die Jahrhunderte mit mehr als zweifelhaften Methoden angehäuft.

Ähnliches haben andere auch versucht. Manche wurden sehr schnell in ihre Schranken verwiesen, und betreiben ein halbes Jahrhundert danach noch Vergangenheitsbewältigung. Andere haben es geschafft und werden dafür von der internationalen Gemeinschaft geächtet. Nur dieser Verein nicht.

Ein jedes Unternehmen, das seine Mitarbeiter so behandelt wie die katholische Kirche ihre Mitglieder behandelt hat, behandelt und (auf hoffentlich absehbare Zeit) behandeln wird, würde unter CSR-Gesichtspunkten vernichtende Kritiken erhalten, fände auf dem SRI-Markt keine Kapitalgeber und hätte seine Marktstellung im Nu verloren.

Nur das Geschäftsmodell dieser Organisation entzieht sich ganz geschickt all solchen Betrachtungen, indem es ganz einfach die reine Lehre verkündigt. Aus unternehmensstrategischer Sicht eine Success Story, die ihresgleichen sucht.

Ich bin grundsätzlich ein konfessionsloser, parteiloser und unpolitischer Mensch, und hätte nie gadacht, daß mich eine Papstwahl (or any other election, for that matter) zu solch emotionalen Äußerungen veranlassen könnte. Ich gelobe deshalb, mich zu diesem Thema nicht mehr zu äußern.

Um alles wieder in die richtige Perspektive zu rücken: Ich wollte nicht gesagt haben, daß die Kirche nicht auch viel Gutes getan hat und tut. Ich bin allerdings der Meinung, daß sie ihren Reichtum und ihren Einfluß auch nutzen könnte, noch mehr Gutes zu tun, speziell für die Menschen in der Welt, die außer ihrem Glauben nicht viel haben. Und genau das sehe ich unter dem neuen Papst nicht passieren.