Interessanter Thread, gerade erst entdeckt.

Zur Frage der weiteren Preisentwicklung sollte man die alten Preislisten zu Rate ziehen. Wenn man sieht, wie sich die Preise z. B. seit den 80er Jahren entwickelt haben, kann man getrost davon ausgehen, dass es so weitergehen wird. Wirtschaftliche Einbrüche führten in der Regel maximal dazu, dass mal eine etwas längere Pause zwischen zwei Preiserhöhungen lag und diese dann auch etwas moderater ausfielen. Preise senken: never ever!

Allerdings ist als Indiz einer gewissen Marktsättigung festzustellen, dass früher die Rolex-Dichte unter den Prominenten höher war. Wenn man z. B. aufmerksam die Sportteile verschiedener Zeitungen verfolgt, stellt man fest, dass die Rolex an den Handgelenken der Sportler, Fussballtrainer und Funktionäre deutlich geringer vertreten ist als früher. Trotz Aufblähung mancher Modelle von Rolex auf 42 bis 44 mm haben diese es nicht wirklich geschafft, den AP Offshore-Modellen oder großen Hublot-Modellen paroli zu bieten.

Zur Frage, ob sich Rolex zu Tode gesiegt hat, kann man diese Frage eindeutig bejahen. Rolex ist mittlerweile zu einer Mittelklasse-Uhr herabgesunken, was ich allein schon daran festmachen kann, dass in meinem Büroumfeld (im nicht gerade mit tollen Gehältern gesegneten öffentlichen Dienst) viele Leute eine Rolex tragen (allesamt Stahlmodelle wie Sub, GMT, Ex I+II und auch D 116520). Und es handelt sich hier gesichert nicht um Fakes. Wer sich also von der Masse absetzen will, braucht entweder Goldmodelle oder wechselt einfach mal die Marke. Allerdings war es ja das erklärte Ziel von Hans Wilsdorf, eine sehr gute, wasserdichte Armbanduhr für jedermann zu bauen. Spätestens seinen Nachfolgern in Genf ist dies mittlerweile sehr gut gelungen.

Aber das soll alles unseren Spaß an den technisch immer noch sehr guten Uhren nicht trüben. Deshalb: An einer Rolex führt auf Dauer kein Weg vorbei.

Viele Grüße aus der verregneten Stadt an der Düssel sendet Euch

Ed