Die Zeiten der straßenzugelassenen Rennsportwagen gingen mit dem 910 langsam zu Ende. Doch der italienische Aristokrat und Unternehmer Lorenzo Rossi di Montelera hatte andere Vorstellungen. Er war nicht nur ein Autofreak, sondern hatte als Eigentümer des Wermut-Imperiums Martini & Rossi auch gute Kontakte zu Porsche.

Der 917 030 wurde nach dem 1000km Rennen von Österreich ausgemustert, für Tests des neuartigen ABS verwendet und 1974 für einen Freundschaftspreis von 100k DM Signore Rossi überlassen. Der ließ einen Schalldämpfer einbauen, zwei Außenspiegel montieren und die Sitze mit Leder beziehen. Fertig war der ultimative Straßenrenner.

Porsche gelang es allerdings nicht, den Wagen durch den deutschen TÜV zu bekommen. Doch Herr Rossi wusste sich zu helfen. Er traf eine Vereinbarung mit dem, achtung, Gouverneur von Alabama. Das Auto wurde einfach dort zugelassen. Unter einer Bedingung: Die Karre dürfe niemals den Boden Alabamas sehen.

Der stolze Besitzer…


…auf der Jungfernfahrt von Stuttgart nach Paris




Was Porsche nicht schaffte, gelang etwas später dem Hotelier Joachim Grossmann. Er kaufte für 20k DM die Überreste von 917 021 aus einer Scheune und erhielt nach einer Restauration mit etwas umfangreicheren Modifikationen eine deutsche Straßenzulassung.







Doch 021 ist heute wieder in seinem ursprünglichen Zustand im ikonischen "psychedelic" Hippiegewand.


Der "Stradale" des Grafen Rossi bleibt somit der einzige straßenzugelassene, von Porsche zu diesem Zweck präparierte 917 und ist - soweit bekannt - bis heute im Besitz der Familie Rossi.