Das verschraubte Band ist ein Rückschritt auf ganzer Linie gegenüber dem gestifteten.
Die eingepressten Stifte des alten Bands sind in meinen Auge nicht im geringsten ein Nachteil. Als ob man alle fünf Minuten die Bandgröße ändern würde - ein mal eingestellt, bleibt es doch den Rest des Lebens so und bis dahin bieten die Stifte nicht weniger Sicherheit, als Schraublösungen aller Art. Im Gegenteil: Gewinde reissen aus und verschleißen und sind im Gegensatz zu den Stifthülsen nicht für ein paar Cent zu wechseln.
Dazu war das Design des alten Bands einfach besser, weil die Schließe innen komplett Flach war, aussen auf schwachsinnige polierte Kanten, die eh nur zerkratzen, verzichtete. Wer ist auch so dämlich, an einer Bandschließe, dem vermutlich kratzeranfälligsten Teil einer Uhr eine polierte Kante anzubringen? Die alte, gebürstete Schließe konnte man alle paar Jahre mit einem Schleifvlies selbst wieder auf Neuzustand bringen. Bei der neuen Schließe geht das nicht mehr so leicht. Vor allem hat sich das alte Band nicht selbst zerkratzt. Die Schließe überlappt nun die letzten Bandglieder. Was heißt das in der Praxis? Richtig: Kratzer von der Schließe auf dem Band!