Die Crux an deinen Gedanken ist das althergebrachte Mobilitätskonzept, welches immer noch fest in den Köpfen sitzt. Warum brauch ich ein Auto, mit dem ich alle meine Mobilitätsissues lösen können muß? Für zu Hause und im nahen Umkreis so ein Ding (oder 2 oder 3, kosten ja nix und weil sie nicht schnell sind, wird auch meine Tochter eins fahren können, bevor sie 18 ist), für längere Strecken den Zug (zum Bahnhof mit meiner E-Möhre, die wird dort aufgeladen, während ich weg bin) und vor Ort wieder so ein Ding gemietet. Überhaupt: warum sowas besitzen? Warum nicht mieten oder teilen? Auch würd ich gern mal durchrechnen, was es mich pro Jahr kosten würde, wenn ich nur noch Taxi und Bahn Erster Klasse nutzen würde.

Man tut immer so, als wäre das jetzige System perfekt. Aber auf hohe Spritrechnungen, überteuertes Essen auf Raststätten, Staus, Raser, Idioten und den immensen Platzverbrauch könnte ich auch verzichten. Und das wird schlimmer mit den Kosten, sobald das Öl mal richtig knapp wird.

Man muß wohl mehr überdenken, als nur die Wahl des eigenen Autos. Das wird nicht von heute auf morgen gehen, bis dahin genieß ich noch meine Dinosaurier, aber kopfmäßig hab ich mich vom Benzinauto längst verabschiedet und werde viele Begleiterscheinungen nicht vermissen. Autos sind heute schon lang nicht mehr das Statussymbol, das sie mal waren und richtig Eindruck kann man damit nur noch bei Oldies unserer Generation schinden, die mit sowas groß geworden sind. Ich merk das an mir, ich find Autos schon noch geil und hab mich auch bissi finanziell in der Materie engagiert. Eine Generation weiter spielen Autos garnicht mehr soo ne große Rolle, meine Oldies wird später keiner haben wollen. Wir werden auch noch erleben, daß Spritfresser und co. mal richtig geächtet werden. Nicht bespöttelt, wie jetzt, sondern richtig geächtet.