Ich hatte im letzten Jahr 2-mal Gelegenheit einer beruflichen Fortbildung
zum Thema "Altersdisposition und Demenz".

Nun, wo ich etwas mehr über diese Krankheit weiß, gehört mein besonderer
Respekt den Pflegekräften (sowohl professionell als auch privat), die mit viel
"handwerklichem" Geschick und Einfühlungsvermögen die schwierigsten Situationen
mit der gebotenen Wertschätzung den Patienten gegenüber zu meistern haben.

Die Pflegeheime sind rappelvoll mit diesen Mitmenschen, und kaum jemand macht
großes Aufhebens davon. Insofern wirft der "Fall Assauer" vielleicht ein Spotlight auf
diese große Zivilisationkrankheit.

Ansonsten weiß ich jetzt nicht, was die Person Assauer jetzt zu einem "Großen" macht.
Mir ist Assauer hauptsächlich als Treter auf dem Platz und Sprücheklopfer in den Medien
in Erinnerung geblieben. Das hatte zwar Unterhaltungswert, aber eine bedeutsame Größe
sehe ich da, trotz Managerposten und Veltins-Arena, nicht.

Ich gönne ihm die Krankheit trotzdem nicht und wünsche ihm noch ein schönes, friedliches
und vor allem lebenswertes Leben.