Obgleich der Materialanteil nicht der wesentliche Kern der Wertschöpfung ist, so gilt es auch zu bedenken, dass sich der Goldpreis in den letzten Jahren mehr als versiebenfacht hat.
Der gute Kaufmann weiß: Im Einkauf liegt der Gewinn

Neben den oben bereits erwähnten Marketing- und Positionierungsgedanken, zielt die Preiserhöhung meines Erachtens insbesondere auf die Goldmodelle ab. Man muss kein Hellseher sein, sondern sich vielmehr die Preise der kürzlich in Basel vorgestellten Roségold Daytona ansehen. Da geht die Reise hin.

Roségold wird anscheinend preislich/kalkulatorisch mit Weißgold gleichgesetzt.
Dies schließe ich einfach daraus, dass eine Vollgold Daytona aus Weiß- bzw. Roségold gefertigt z.Zt. gleich viel Kosten.
Die auf der Messe in Basel vorgestellte Daytona in Roségold mit Lederband liegt mit 21.600€ Listenpreis ca. 17% über dem aktuellen Listenpreis eines vergleichbaren Modells aus Weißgold (aktuell: 18.500€).

Diskutieren liesse sich evtl. darüber, welchen Anteil die neue Tachymeterlünette bei der Kalkulation der Roségold Daytona gespielt hat. Sicherlich auch, aber nicht maßgeblich wie ich annehme.

Im Ergebnis wage ich daraus ableiten zu können, dass Rolex andenken könnte, die Preise aller Goldmodelle zwischen 15-18% zu erhöhen. Und wenn man schon dabei ist, ziehen sie die Stahlsporties gleich mit. Hier sagt mir meine Glaskugeln allerdings, dass die Erhöhung moderater gestaltet werden könnte mit Erhöhungen von 5% - 8%.

Näheres, werden wir allerdings letztendlich erst im Spätsommer erfahren, der Eine früher, der Andere später…